Location sticht. Immer. Leider

Location sticht. Immer. Leider

Im heutigen Beitrag geht es ausnahmsweise einmal nicht um Waldmultis mit Munitionskisten als Finale. Vor einigen Tagen kam hier in der Gegend ein Mystery von einer Machart heraus, die mittlerweile selten geworden ist: Lösbar auch ohne Fach- oder hastig angelesenes Halbwissen, lustig und – wie sich nach einer kurzweiligen halben Stunde herausstellte, auch noch etwas abseits der Straße gelegen. Da ich zudem noch am nächsten Tag Zeit hatte, schaute ich auf der Umgebungskarte nach, ob da vielleicht noch mehr zu holen war. Ja, war es: Ein Mikrotradi – laut Listing sogar ein Nano :shocked: – in ein paar hundert Meter Entfernung unter anderem. Nun werden aufmerksame Leserinnen und Leser einwenden, dass ich Nanos eher meide. Das war auch mein erster Reflex. Nun lockte hier aber eine sehenswerte Location, ein baumgesäumter Weg, vorbei an Äckern und Weiden. Also wagte ich nach dem Fund des Ratehakens einen Versuch, ging bei angenehmen warmen Wetter die paar hundert Meter zum Cache, um zu sehen, was mich erwartete. Nun, es war eine angenehme Überraschung:

Vom GZ aus hat man einen schönen Überblick über die Landschaft, und der Cache selbst war nach einem kurzen Moment gefunden. Es gab in der Tat nur zwei sinnvolle Versteckmöglichkeiten und die erste war gleich die richtige. Experiment geglückt :-) In diesem Fall passte alles: Zeigenswerte Location und ein Versteck, das nur einen Nano, vielleicht noch eine magnetische Filmdose, aufnehmen kann.

Geocaching ist Location, Location und Location. Im Idealfall tritt der Cache hinter der Location zurück. An diesem Tag galt das sogar für den Mystery, denn in der Nähe des GZ gibt es noch ein Bodendenkmal zu erkunden(wobei die Ownerin immer auch bei der Locationauswahl Sorgfalt walten lässt). Was heisst denn dieses Location, Location, Location konkret? Auch wenn ich große Dosen nach wie vor vorziehe, so ist ein nicht ganz so großer Behälter an einer tollen Location auch eine Wanderung wert, wenn die Location den Cache überstrahlt. Letztes Wochenende zum Beispiel zog ich wieder los zum Cachen – nicht dass das zur Gewohnheit wird ;-) – und verbrachte einige Stunden mit einem Moormulti, dessen Finale ein Small war – was dem Spass an der ganzen Aktion keinen Abbruch tat.

Und da haben wir des Pudels Kern erreicht: Gute Owner legen Wert auf Location, etwas zum Zeigen, eine schöne Wanderung oder dergleichen mehr. Und wenn am Ende nur ein kleiner oder sehr kleiner Behälter Platz hat, dann ist es halt so. Viele Owner hingegen legen das der Cache tritt hinter der Location zurück so aus, indem sie an eine bekloppte Location einen Nullcache legen. Da null weniger als wenig(zeigenswertes)  ist, tritt der Cache hinter der Location zurück, und schon passt es wieder ;-) Gut, manchmal steckt dann auch Sparsamkeit dahinter oder schlichte Ignoranz.

Also: Dosengröße ist nicht alles, Location ist meistens wichtiger, aber das ist kein Grund, die Größe zu vernachlässigen.

In diesem Sinne: Bis bald im Wald und happy hunting!

Ein Gedanke zu „Location sticht. Immer. Leider

  1. Stimmt, wenn die Location stimmt, ist die Cache-Größe egal… mindestens dann, wenn sowieso nichts größeres möglich war.

    Fragt sich aber immer noch, warum man eine sehenswerte Location hinter einem Ratehaken “verbergen” muss…

    Ich weiß, die abgedroschene (!) Standard-Antwort ist die Sensibilität der Location… aber wenn die Location so sensibel ist, gehört da eigentlich gar kein Cache hin…

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