Weiter, härter, billiger

Weiter, härter, billiger

Mir sind – zumindest in meiner erweiterten Homezone – in den letzten Wochen zwei Dinge aufgefallen: Zunächst einmal sind keine neuen Bi*****caches herausgekommen, womit ich prinzipiell ja kein Problem habe ;-) In anderen Regionen sieht es allerdings anders aus, wie mir ein Kollege aus dem Süden steckte, also haben ich und ein paar unschuldige Bäume vielleicht einfach auch nur Glück gehabt. Was mir allerdings aufgefallen ist: Multis. Es kommen vermehrt Multis heraus, was eigentlich ganz schön ist. Eigentlich. Sie sind sogar mit mehr als einer Station + Finale gesegnet, haben sogar eine ordentliche Strecke, wo ist dann das Problem? Das Problem ist in diesem Fall eine Sammlung von Einzelfaktoren, so handelt es sich bei den “Neuen” ausnahmslos um Caches mit Mikrobehältern als Final, etwas, was ich bis heute nicht verstanden habe. Dazu kommt dann jeweils eine Strecke, die von Art und Länge autogerecht ist. Gut, man kann sie auch zu Fuß ablaufen, aber die ganze Zeit entlang der Straße zu wandern, macht auch nicht wirklich Laune. Punkt drei: Die Wegführung ist linear, d.h. nur hin, wer also das Auto am Startpunkt parkt, muss die ganze Strecke auch wieder zurücklaufen. Zugegeben, da ist jetzt  auch ein wenig Mimimi dabei, weil meine Lieblingssorten wieder einmal nicht dabei sind. Allerdings finde ich es schon etwas seltsam. Nimmt man jetzt noch den ungebrochenen Trend zum D5-Mystery-Mikro und den in Wahrheit wohl immer noch ungebrochenen Trend zu Bi****acaches mit immer längeren Angeln dazu, ergibt sich schon ein anderes Bild der Lage: Es geht gar nicht darum, dass Caches gefunden werden, es geht darum, es möglichst schwer zu machen, die Caches zu finden. Ursächlich dafür ist wohl die Annahme, dass hoher Schwierigkeitsgrad mit hohem Niveau gleichzusetzen ist, was sich dann in entsprechender Anerkennung niederschlägt.

Und das ist nach wie vor falsch. Ein Mikro als Final eines Multis entlang einer wilden Müllkippe müsste nach der Logik allseits beliebt sein und mit blauen Schleifen überschüttet werden, weil er ja schwer zu finden ist :???: Das ist vermutlich (hoffentlich!) ja nicht der Fall. Zumal Multis auf viele Cacher doch immer noch abschreckend wirken, viel zu viel Strecke für einen einzigen Fund :eek: Und die Challenge-Caches der Art “Finde an xxx Tagen am Stück Caches”, bei denen als Belohnung ein Mikro irgendwo an einer freien Stelle wartet, lösen auch in x-facher Wiederholung schon längst keine Begeisterungsstürme mehr aus.

Gemeinsamer Nenner bei allen genannten Beispielen ist jeweils die  – pardon – billigstmögliche Dose, ein Mikro eben. Und da wird es dann endgültig bizarr: Während die Owner der Cacherschaft einiges an Mühe aufbürden, kann beim eigentlichen Verlegen der Dose der Aufwand war nicht gering genug sein, sowohl finanziell als auch vom Suchen eines Versteckes her. Da gehe ich lieber den einen Tradi in ansprechender Umgebung an, suche das thematisch passende Finale des lustigen Mysteries auf, dessen Lösung Spass gemacht hat, oder – meine Stammleserschaft ahnt es schon – verbringe einen schönen Nachmittag damit, einen unbekannten Wald zu erkunden, anstatt am Straßenrand Hinweise zu suchen oder Antworten zu irgendwelchen uninteressanten Themen zu recherchieren, nur um am Ende festzstellen, dass das Finale offenbar hinter einem Mülleimer am Marktplatz untergebracht ist.

In diesem Sinne: Bis bald im Wald und happy hunting!

 

 

 

Ein Gedanke zu „Weiter, härter, billiger

  1. Ha, da mache ich mir die Mühe und bringe wieder einen Multi raus – und schon liege ich im Trend! Allerdings nicht mit der Finaldose, denn in die passen mindestens 1000 Filmdosen rein. ;-) Und auch die Wegführung ist rund und nicht linear, auch wenn ein Teilstück geteert ist. Der Multi ist ja auch speziell für Kinder.
    Filmdosen sind in der Finalbox aber nicht drin, sondern Kinderspielsachen, in Tüten verpackt zum MITNEHMEN! Die Box heißt ja auch Plünderbox. ;-) Und Tauschen ist ja eh bekanntlich out, also dann doch lieber offiziell plündern lassen.
    Happy hunting!

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