Cachen und COVID-19

Cachen und COVID-19

Eigentlich wollte ich mich an dieser Stelle nicht weiter zur Coronapandemie äußern, aber das Thema geht natürlich nicht spurlos am Geoland vorbei. Wie Ihr sicherlich mitbekommen habt, wurden alle Events die bis zum 19.04. stattfinden sollten, archiviert. Von Bayern ausgehend werden mittlerweile in den meisten Bundesländern vorerst keine neuen Caches mehr veröffentlicht. Eine Begründung ist, dass ein neuer Cache viele Cacher anzieht, die sich bei der FTF-Jagd zwangläufig begegnen, was natürlich ein gewisses Risiko birgt. Also, wie gefährlich ist Cachen in Zeiten von Corona?

das Cachen an sich

Es ist derzeit nicht klar, wie lange Coronaviren auf Oberflächen überleben, von bis zu 9 Tagen bei Raumtemperatur [Link] ist die Rede. Das heisst: Wenn ein erkrankter Cacher den Cache berührt(Irgendwelche Wahrscheinlichkeiten lassen wir mal außen vor und gehen vom Worst Case aus), können für eine gewisse Zeit Viren im Behälter und im Logbuch überstehen, aber wohl nicht länger als einen Monat. Das heisst: Caches, die seit mehreren Monaten ungeloggt sind, sind aus Coronasicht unbedenklich. Da es sich bei solchen Caches in der Regel auch um abseitig gelegene Caches, Wandermultis o.ä. handelt, gibt’s nebenbei auch Bewegung an der frischen Luft, die gesund ist :-) Am Wochenende habe ich eine “kleine” Wanderung durch den Staatsforst gemacht, 9 km durch den Wald und in der ganzen Zeit nur einer handvoll Menschen begegnet, da ist die Ansteckungsgefahr im Supermarkt viel höher.

#stayathome

Alleine Spazierengehen ist selbst in Bayern noch erlaubt, also kann man im Prinzip auch cachen gehen. Trotzdem sollten wir uns alle fragen, ob wir uns das Cachen nicht eine Weile freiwillig verkneifen können. Ein gewisses Restrisiko kann nie ausgeschlossen werden, auch auf einer Runde von 9 km kann mir noch irgendwer im Vorbeigehen ins Gesicht husten. Ich werde hier keine Empfehlung aussprechen. Wenn Ihr cachen geht, sorgt für saubere Hände, das ist zwar eigentlich eine Selbstverständlichkeit, sollte jetzt aber noch selbstverständlicher sein :-)

Was macht Sinn, was nicht?

Events abzusagen, also Versammlungen von vielen Personen auf engstem Raum, macht auf jeden Fall Sinn, in vielen Bundesländern sind Versammlungen von mehreren Personen derzeit sowieso untersagt, so dass hier sowieso nichts stattgefunden hätte. Bei der Absage von Publishs bin schon nicht mehr so sicher. Die Begründung mit dem Massenauflauf nach dem Publish ließ mich zuerst schmunzeln, aber eine gewisse Gefahr lässt sich nicht abstreiten, da neue Caches ja wirklich binnen kurzer Zeit durch viele Hände gehen.

Derzeit disablen immer mehr Owner ihre Caches. In letzter Konsequenz nehmen wir als Sucher immer Risiken beim Cachen immer in Kauf, wir können stolpern, uns kann ein Ast auf den Kopf fallen etc. –  das kann nicht dem Owner angelastet werden, ebensowenig wie die Tatsache, dass ein (unwissentlich) erkrankter Cacher das Logbuch anfasst. Natürlich müssen Owner reagieren, wenn es Gefahren am (oder auch für den) Cache geben könnte, zum Beispiel nach einem Sturm, wenn der  Kletterbaum morsch wird, vielleicht auch, wenn Krawalle am GZ drohen.

Die persönliche Hygiene allerdings ist ausschließlich Sache der Cacher, nicht des Owners. Demzufolge kann ich diese Deaktivierungswelle nicht so wirklich nachvollziehen, zumal die allermeisten Dosen natürlich nicht eingesamelt werden. Es lag und liegt in unserer eigenen Verantwortung, ob wir derzeit cachen gehen.

Passt auf Euch auf, bis bald auf social distance und happy hunting oder auch nicht :-)

2 Gedanken zu „Cachen und COVID-19

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