Back to the roots?

Back to the roots?

Gerade in schlechten Zeiten erinnert man sich ja gerne an vermeintlich bessere Zeiten. Und da wir mit Corona gerade eher schlechte Zeiten haben, ploppt die Erinnerung natürlich auch gerne wieder hoch. Das war’s zur aktuellen Lage, das Wort Corona wird insgesamt 2x im ganzen Posting auftauchen und Ihr habt beide Vorkommen schon gelesen ;-) Nun denn, seit einiger Zeit kommen in meiner Homezone nicht nur, aber auch Caches heraus, die in Beschreibung und/oder Namen Attribute wie “oldschool”, “back to the roots” oder auch “altmodisch” aufweisen. Da sich unser Hobby in den letzten Jahren praktisch nicht weiterentwickelt hat, wenn man die gesteigerte Produktion von Souvenirs mal außer acht lässt, stellt sich die Frage, was denn damit gemeint sein könnte :???: Eigentlich™ ist es ganz einfach:

  • Lege eine Dose an einem wenig vermuggelten Ort im Wald, im Moor oder sonstiger unbesiedelter Gegend aus
  • die Dose liegt ein wenig weiter weg von der Straße und ist über Feld-, Wald- oder Wanderwege o.ä. zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar
  • Fürs Finden der Dose braucht man nur einen GPSr und vielleicht was zum Schreiben
  • der Behälter ist mindestens Small, enthält ein Logbuch und bietet Platz für kleinere Trade Items

“Unbesiedelte Gegend” heisst natürlich nicht, dass Ihr in weglose Wildnis müsst. Wenn irgendwo in der Ferne ein Haus zu sehen ist, gilt das im Kontext dieses Artikels als “unbesiedelt” ;-) Ein kleiner oder längerer Fußweg gehört  auch zum Gesamtpaket, wer das nicht auf sich nehmen will, hat vielleicht das falsche Hobby – keine Zeit ist bei einem Zeitvertreib eine denkbar merkwürdige Aussage, keinen Bock zu Laufen trifft es wohl eher. Und dass 90% aller Geocacher Gehbeschwerden haben und deshalb mit dem Auto arglose Feldwege kaputtfahren müssen, ist doch eher unwahrscheinlich.

In seiner ursprünglichsten Form braucht das Geocaching nichts weiter als Koordinaten. Ein Multi mit physikalischen Stages, der von Station zu Station zum Final führt, macht richtig viel Spass, wenn genügend Abwechslung bei den Verstecken ist. Und ja, auch früher wurden Mikros mit Logstreifen verlegt, das bestreitet niemand. Fürs richtige Oldschool-Feeling ist eine richtige Box aber besser geeignet. Und Logbücher im Format A7 oder noch kleiner sind nach wie vor Logbücher und keine -Streifen :-)

Letztenendes sind solche Caches auch gut zur Konfliktentschärfung gut: Wo kein Auto hinfahren kann, gibt’s keinen Ärger wegen zerfurchter Feld- und Waldwege, Caches fernab (mehr als 100 Meter) der Straßen haben weniger Besucher, die zudem noch genug Zeit mitbringen, um nicht gleich alles zu zerpflücken auf der Suche nach einer Dose, die zudem relativ leicht gefunden werden kann. Und: Nach meinem Empfinden werden solche, nennen wir sie mal traditionellen Caches, sehr gut angenommen. Zwar haben sie nicht so viele Besucher wie Axels Angeltrail (Name frei erfunden), aber weniger Besucher bedeuten auch weniger Aufwand in der Wartung.

tld;dr: Oldschoolcaches kommen derzeit ziemlich gut bei der Community an, es lohnt sich auf jeden Fall, welche zu legen.

In diesem Sinne: Bis bald im Wald und back to the roots!

 

 

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