La petite mort* oder warum jeder Fund ein kleiner Tod ist

La petite mort* oder warum jeder Fund ein kleiner Tod ist

Kleine Vorbemerkung: Diesen Beitrag hier hatte ich begonnen, bevor der weiter unten verlinkte Artikel online ging – scheinbar treiben die hier dargelegten Gedanken auch andere Cacher um ;-) Also: Seit Sonntag ist es amtlich: Meine Homezone ist leer. Nagut, nicht wirklich, in 10 Kilometer Umkreis lauern noch gut 100 Caches und in einem erweiterten Radius liegt noch genug Zeugs für mehrere Cacherleben, aber darum geht es nicht, es geht um etwas anderes: Ich habe es geschafft, alle klassischen Multis in besagtem Umkreis zu finden, und da waren durchaus einige Kaventsmänner dabei, für die ich zwei oder drei Anläufe benötigte. Nun also sind sie alle gefunden und ordnungsgemäß geloggt, was heisst das nun für mich? Bei meiner derzeitigen Cachefrequenz reichen die 100 Restcaches für mindestens zwei Jahre, selbst wenn nichts neues dazukommt. Beziehungsweise würden sie für mindestens zwei Jahre reichen, wenn es nicht seine Gründe hätte, diese Caches links liegen zu lassen: Klettercaches, Angelcaches, Caches in Wohngebieten, Tradiserien in uninteressanter Umgebung etc. Es gibt noch eine handvoll Caches, die ich wohl noch angehen werde, ansonsten ist Ende Gelände. Neue Caches kommen hier praktisch nicht mehr heraus. Und wenn, dann halte ich es mit dem Röbü, ich muss schon lange nicht mehr los, wenn ein neuer Cache herauskommt, wenn ich es denn je musste.

Der Herausforderung, eine sich zusehends leerende Homezone zu bespielen, habe ich mich schon vor Jahren gestellt: Lieber viele kleine Touren mit einer handvoll Funde als  die Alsterniederung in einem Gewaltmarsch zu leeren. Einfach irgendwohin fahren, nur um zu Cachen, kann man machen, muss man aber nicht ;-) Die Location/Gegend muss schon etwas versprechen. In der Regel(nicht immer) lasse ich das Cachemobil irgendwo stehen und erkunde die Gegend per pedes, das ist viel entspannter als von Angelcache zu Angelcache zu fahren und setzt auch gleich ein Fundlimit: Irgendwann werden die Füße müde und es geht zurück zum Cachemobil. Uuuuund: Das Cacherlebnis ist intensiver, denn, und jetzt kommen wir zum Kern: Jeder Cachefund kann nur einmal getätigt werden, selbst wenn ein Reloaded-Cache herauskommt: Diese eine Kombination von Cache, Location, Tagesstimmung und -Zeit und Witterung ist einzigartig, kommt nur ein einziges Mal vor und tritt nie wieder auf. Und mit jedem Fund rückt auch das Ende ein wenig näher, auch wenn der Nachschub natürlich noch einige Jahre fließen wird und auch darunter (hoffentlich) noch viele tolle, besuchenswerte Caches sein werden :-)

In diesem Sinne: Bis bald in Ruhe und happy hunting

*Ja, die alternative Bedeutung ist mir durchaus bekannt

Ein Gedanke zu „La petite mort* oder warum jeder Fund ein kleiner Tod ist

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.