hidden creatures – hidden quality

hidden creatures – hidden quality

Nun ist es also soweit: Am 27. Juni hat Groundspeak die hidden creatures von der Leine gelassen. Geneigte Cacher haben jetzt bis zum 25. Juli Zeit, bis zu 13 Souvenirs zu erlangen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen Aufguss der planetary pursuit, da das Regelwerk dieser Challenge – um nichts anderes handelt es sich in meinen Augen – sich doch von dem der planetary pursuit unterscheidet: Es sind insgesamt 100 Punkte für alle 13 Souvenire erforderlich. Das Droppen von Reisenden zählt nicht mehr in die Gesamtwertung, hier hat Groundspeak offenbar bemerkt, dass einige(oder einige mehr) Cacher einfach ihr Inventar so lange durch die Logmaschinerie getrieben haben, bis die gewünschte Punktzahl erreicht war. Ebenfalls weggefallen sind die Punkte für hochfavorisierte Caches. Alle Cachesorten – Events wieder einmal eingeschlossen – werden der Einfachheit gleich behandelt. Man muss also nichts weiter tun als in einem Zeitraum von vier Wochen 100 Funde/Attends zusammenzubringen und in der Tat ziehen die Logzahlen zumindest auf meiner Watchliste schon spürbar an. Also alles in Butter, Friede, Freude Glitterkuchen? Nein ;-)

Wir erinnern uns: Vor nicht ganz zwei Wochen rief Groundspeak eine Diskussion über Cachequalität ins Leben. Und führt die ganze Diskussion mit den hidden creatures ad absurdum. Denn wenn es darum geht, 100 Funde zusammenzutragen, macht sich doch niemand ernsthaft auf den Weg, um einen Multi oder einen einzelnen Tradi anzugehen, nein, da werden natürlich Trails und Serien aufgesucht, bei denen während einer Tour möglichst viele Funde geloggt werden können. Oder eben Gebiete mit einer hohen Cachedichte. Alle anderen Caches werden geflissentlich ignoriert, vielleicht noch mehr als sonst  – es ist schwer zu sagen, ob ein Cache einfach nur normal durchs Raster fällt (“Bäh, da liegt ja nur einer”) oder wegen der hidden creatures(“Bäh, da liegt ja nur einer”).

Das Beitragsbild entstand übrigens am Finale eines (mittlerweile archivierten) Multis, der in einem recht großen, abgelegenen Waldstück der einzige Cache war – also ein 1A Kanditat für die Liste der von Souvenirjägern ignorierter Caches. Ironischerweise sind es genau diese Caches, bei denen man eine viel höhere Chance hat, echte hidden creatures zu Gesicht zu bekommen, also Rehe, Schlangen, Eichhörnchen, Kröten etc. welche in der Regel selten am Straßenrand darauf warten, beobachtet zu werden ;-)

Natürlich kann das HQ derartige Challenges ausrufen wie es lustig ist, ist ja ihre eigene Plattform. Dann sollten die Kolleginnen und Kollegen sich aber auch konsequenterweise nicht um die Cachequalität(wie auch immer diese bestimmt werden soll) kümmern, sondern die schiere Anzahl der Logs in den Vordergrund stellen, um die es ja offenbar geht.

In diesem Sinne: Bis bald im Wald an guten Caches!

Ein Gedanke zu „hidden creatures – hidden quality

  1. Ja, die Multis, die als einziger Cache in einem wunderbaren Stück Wald liegen, die mag ich…

    Vielleicht sollte Groundspeak mal eine Souvenir-Jagd machen, die solche Caches bevorzugt… Ein Multi bringt viel mehr Punkte als ein Tradi, und noch mehr, wenn der Abstand zum nächsten Cache größer ist als ein Kilometer oder so…

    Aber eigentlich ist es vergebliche Liebesmüh. Wenn man mal ehrlich ist: Diese Caches sind dem Tode geweiht. Die werden, wenn der erste Run durch ist, ein- bis zweimal pro Jahr gefunden und das demotiviert die Owner so, dass die auch die Lust verlieren, sowas zu legen.

    Beliebt sind nun mal stattdessen die Basteleien und elektronischen Spielereien, wobei ich mich manchmal frage, was das mit Geocaching zu tun hat. Und die Fähigkeit dazu ist nicht jedem gegeben (kann man auch nur bedingt lernen, auch wenn immer wieder das Gegenteil behauptet wird). Aber wer gut basteln kann, ist halt angesehen. War schon in der Schule so.

    Das Hobby verändert sich halt…

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