Ein Dreieck im Jahre 2016

Ein Dreieck im Jahre 2016

So, das nenne ich mal eine gelungene Überschrift :d Also, worum geht es heute? Vor einiger Zeit stöberte ich mal wieder in meiner GSAK-Fund-Datenbank, um meine alten Logs lesen. Ihr wisst schon, diese lästigen Textdinger, die man befüllen muss, um seine Funde zu bestätigen ;-) Nun, da ich mittlerweile nach laaanger – und das auch schon seit einiger – Zeit  im vierstelligen Fundbereich angekommen bin, ist das eine prima Hilfe, wenn einem partout nicht einfallen will, welcher Cache das denn noch gleich war. Als ich also so vor mich hin stöberte, fiel mir eine Cacheserie ins Auge, die ich im Laufe der Jahre immer wieder einmal weiter verfolgt hatte:

Es handelt sich um die Nord-Dreieck-Serie(GPX-Download am Ende des Beitrages) von Bernd B, vielen Nordlichtern (und auch einigen Südelblern) als Cacherurgestein bekannt. Die Serie umfasst 12 Tradis + Bonus, also nichts, was heutzutage noch jemand hinter dem Ofen hervorlockt – also irgendwie schon, da so eine Serie heutzutage spätestens am ersten Wochenende einen Massenansturm zu verkraften hat :eek: – ich meinte eher, dass daran heute nichts besonderes mehr ist. Serien gab es früher natürlich auch, aber wir reden hier vom Jahre 2004, präziser: dem 29.02.2004 (also ein Benefit für Challengecaches, die etwas mit Schalttagen zu tun haben), da waren diverse Dichten noch nicht so hoch wie heute.

Betrachten wir zunächst einmal Cacheserien: Der einfachste Fall – garstigerweise könnte man ihn auch als unterste Schublade bezeichnen  ;-) – besteht aus einer Reihe durchnumerierter Tradis mit identischen Dosen (in der Regel Petlinge, Filmdosen scheinen langsam aus der Mode zu kommen) in Standardverstecken, kein großer Anspruch, aber immerhin ein geführter Spaziergang. Mit ein wenig mehr Kreativität kommen dann noch unterschiedliche Namen hinzu, oft wird dabei eine Beschreibung der Location gewählt.  Im nächsten Level finden wir dann schon individuell gestaltete Caches(Listing und/oder Dose), die thematisch zusammengehören, zum Beispiel Tiere im Wald. Alternativ wird eine Geschichte im Verlauf der Serie erzählt, wie beispielsweise in der Bonnie & Clyde-Serie bei Ahrensbök.

Wie leicht erkennbar ist, wäre das Nord-Dreieck “nur” eine, wenn auch frühe, Serie durchnumerierter Tradis, wenn es sich dabei eben nicht um eine ins Land gezeichnete Figur wäre. Ja liebe Leser, sowas gibt es auch schon, die Möllner Mystery-Matrix lässt grüßen. Nur: Bei Mysteries sind die Koordinaten frei wählbar, bei Tradis sieht die Sache dann doch etwas anderes aus 8)

Beim Nord-Dreieck wurde auf einer Fläche von ca. 45 km2 ein annäherndes Dreieck auf der Karte gezeichnet, anstatt in einem eng umrissenen Gebiet(Waldstück, Feldweg, Landstraße). Für den Bonus mussten in der Nähe der Caches Informationen zusammengetragen werden, zum Beispiel von Wasser- und Gasschildern. Mussten, weil an der Serie leider der Zahn der Zeit genagt hat, viele Caches sind archiviert, haben aber die Lebenszeit von so manch’ neuzeitlichen Cache weit übertoffen :cool: Die Bonusinformationen werden allerdings von der Community bewahrt und an die weitergegeben, die den(Achtung Pathos!) Weg des Dreieckes gehen :) Und nein, liebe Leakfreunde, hier liegt der Fall dann doch ein wenig anders.

Und das begeistert mich so im Rückblick: Das Konzept der Cacheserien wurde zusammen mit der ein Jahr später veröffentlichten Nord-Kreis-Runde(ebenfalls von Bernd B) um eine interessante Variante erweitert, lange bevor Fragezeichenmalereien State of the Art waren. Dazu kommt der überdurchschnittliche Aufwand beim Legen: Erst einmal die Idee zu haben, dann anhand des Dreiecks passende Verstecke finden, jeweils in der Nähe eines Schnittpunktes von Dreieck und einem Weg uuund dann noch eine QTA in der Nähe, was auch nur mit offenen Augen funktioniert, es soll ja durchaus Owner geben, die einfach die erstbeste freie Stelle bedosen, heute vielleicht noch mehr als früher ;)

Also: War früher alles besser? Möglicherweise war es durch eine geringere Cachedichte einfacher als heute, da weniger bis keine Kollisionen stattfanden, aber ich wage die Behauptung, dass etwas weiter weg von Cacher- und Mysteryhochburgen so ein Dreieck auch heute noch gelegt werden kann. Wenn, ja wenn man als Owner denn bereit ist, einen erhöhten Aufwand zu betreiben und am nach dem Publish mit einer Flut von, äh, zeitgemäßen Logs bedacht zu werden – denn so ein Schmankerl wird in der heutigen Zeit des Hochleistungscachens und einer stetigen Cacheknappheit(bedingt durch das Sauberhalten der Homezone). Als Bonus winkt das schöne Gefühl, etwas abseits des Mainstreams geschaffen zu haben, und vielleicht noch, die Gegend noch besser kennengelernt zu haben, und das ist ja auch ein schöner Beifang, schaden kann ein wenig unnütze Bewegung draußen ja nicht :-)

In diesem Sinnne: Bis bald im Wald und happy hunting!

Anhang:

Nord-Dreieck+Bonus als GPX

 

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