Virtuelle Stolperstricke

Virtuelle Stolperstricke

Zwei Wochen sind vergangen, seitdem die Virtual Rewards 4.0 ausgelost wurden. Seitdem sind in Deutschland 63 Virtuals hinzugekommen. Wie viele Lose auf Deutschland entfielen, weiss ich nicht, aber davon, dass da noch einiges in der Pipeline ist, ist auszugehen. Bei Virtuals gilt allerdings dasselbe wie für so viele andere Caches, hinter denen mehr steckt als ein Tradi am Wegesrand:
Es lohnt sich auf jeden Fall, Richtlinien zum Auslegen vorm Erstellen des Listings zu lesen und zu verstehen, um unangenehme Überraschungen beim Review zu vermeiden. Ich selbst habe insgesamt 3 Runden im Review drehen müssen, bis das Teil endlich raus durfte :-)

insbesondere der Punkt “Akzeptierte Logbedingungen” hat es in sich, da kann man leicht übers Ziel hinausschießen. Ich hatte sehr detaillierte Anforderungen ans Logfoto, im Wesentlichen die Sichtbarkeit des Objektes und seine Positionierung auf dem Bild, was als zu scharf abgewiesen wurde(Die Bedingungen, nicht das Bld). Hier ist weniger mal wieder mehr, mit “Mache ein Foto von dem Objekt und einem Zettel mit Deinen GC-Namen” seid Ihr schon auf der sicheren Seite. Sicher?

Nein, seid Ihr nicht. Ihr dürft nämlich nicht erwarten, dass die Cacher vorher ihren Namen auf ein Blatt Papier schreiben und dieses mitbringen, wohl aber, dass sie sich ihren Namen auf die Hand schreiben. Wichtig ist ebenfalls, dass die Aufgabe exakt an den angegebenen Koordinaten lösbar ist, ein Foto vom Kirchturm von einem beliebigen Punkt der Stadt aus – Nope, denn dann ist der Cache ein Locationless. Auch das Eingrenzen des Gebietes, in dem die Aufgabe erfüllt werden kann, also sowas in der Art “Mache von der Winkelgasse aus ein Foto des Kirchturms” weckt offenbar Befürchtungen, dass der eine oder andere damit überfordert sein könnte, ebenso wie beim Durchstreifen eines Waldes auf der Suche nach einem nicht per Internet aufspürbaren Findling. Oder Seattle nimmt es sehr genau mit “Keine Locationless bitte”, wer weiß das schon.

Alles in allem habe ich den Eindruck, dass es darum geht, der breiten Masse das Loggen des Virtuals so einfach wie möglich zu gestalten. Ist ja im Prinzip auch völlig in Ordnung, nur verstehe ich dann nicht, warum dann immer noch komplett verschulte Earth Caches, in denen mehr oder weniger ein Laborbericht  zu einem Fachthema angefordert wird, oder D5-Mysteries, die nur eine handvoll Cacher lösen oder T5-Caches, die nur wenige Cacher erlangen können, herauskommen, von ECGA in Form von Mikroskopen, Chemikalien, Cacheschwengeln und Feuerzeugen ganz zu schweigen :???:

Spannend bleibt auch die Frage, wie viele Owner überhaupt die Gelegenheit nutzen, ihren Virtual zu formen, denn bei den letzten 3 Runden blieben doch einige ungenutzt(Danke an GrafZahl75 für die Auswertung):

Runde Anzahl veröffentlicht unveröffentlicht in %
1.0 4000 2668 33,3
2.0 4000 3675 8,13
3.0 4000 3590 10,25
Gesamt 12000 9933 17,23

Das ist insofern bemerkenswert, als dass man sich in den letzten 3 Runden – anders als jetzt – explizit bewerben musste, um in den Lostopf zu kommen. Für mich war die Aussicht, einen Legacy-Cachetyp legen zu können, doch recht verlockend und ich habe mich auch darüber gefreut, als ich einen bekam. Andere sahen das anders, waren vielleicht überfordert oder haben zwischenzeitlich das Cachen aufgegeben. Warten wir einfach mal ab, wie viele es dieses Mal schaffen, es ist ja fast immer noch ein ganzes Jahr Zeit :-)

In diesem Sinne: Bis bald im Wald und happy hunting!

2 Gedanken zu „Virtuelle Stolperstricke

  1. Ich kenne zwar die genauen Bedingungen welche an die Logbedingungen geknüpft sind nicht komplett. Aber wenn schon die Logbedingung, mache ein Photo von dir, Deinem GPS, einem persönlichen Gegenstand, einem Zettel mit Deinem Cachernamen drauf, mit dem Objekt XYZ im Hintergrund von einem bestimmten Punkt (Koordinate, Stern oder was auch immer eindeutiges Muster in der Pflasterrung des Platzes) für den gewöhnlichen Cacher zu schwer ist dann sollte man die Dinger wieder in der Mottenkiste des Cachetyps verschwinden lassen. Ich gebe dir vollkommen Recht wenn du hier manche Logbedingung eines Earthcaches als vollkommen überzogen ansiehst im Vergleich zu den bei Virtuals gültigen Auslegungslogbedingungen.
    Bei der Tabelle kann man ja sehr gut sehen das in der ersten Runde 1/3 nicht ausgelegt wurde. Man kann aber leider nicht sehen wie hoch der Anteil an Ownern ist welche in der ersten Runde einen bekommen haben und in Runde zwei und drei nochmal berücksichtigt wurden. Für die ist es natürlich einfacher den Reviewprozess durchzubekommen da sie das ganze ja schon kennen. Vielleicht führt dad ha auch zu höheren Auslegungszahken.

  2. Ja, so ist es, bin ganz deiner Meinung. Ich hatte auch mal so einen Virtual Reward gewonnen (Runde weiß ich nicht mehr). Als ich dann aber die Bedingungen las, habe ich lieber davon Abstand genommen, ihn zu gestalten und herauszubringen.

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