Geocachen im Herbst

Es ist mittlerweile nicht mehr zu übersehen: der Herbst ist da. Die Bäume verfärben sich mittlerweile sichtbar und bald erstrahlen sie in bunten Farben. Was heisst das jetzt für die dosensuchende und -legende Zunft? Zunächst einmal werden die Tage jetzt spürbar kürzer. Das heisst zum Einen, dass längere Multis oder Cachetouren jetzt zeitig beginnen müssen – wer um 16 Uhr einen Multi beginnt, sollte auf jeden Fall eine gute Taschenlampe dabeihaben und kein Problem damit haben, im Dunkeln unterwegs zu sein und Tagesverstecke zu suchen ;-) Auf der anderen Seite heisst das auch, dass die Hauptsaison für Nachtcaches beginnt. Spätestens nach der Zeitumstellung, dieses Jahr am 29. Oktober, können NCs in die frühen Abendstunden verlegt werden. Aber auch tagsüber hat die Natur jetzt einiges zu bieten: Es gibt kaum etwas schöneres, als im Herbst einen oder ein paar mehr Caches im Wald zu suchen – von der Cachesuche im frühlingshaften Wald einmal abgesehen ;-) Voraussetzung dafür ist allerdings eine weise Vorauswahl von Klamotten, denn mit Wetterumschwüngen ist jetzt häufiger zu rechnen. Funktionsjacken sind hier angeraten, auch wenn einige Cacher diese aus nachvollziehbaren Gründen nicht mögen – eben weil alle damit herumlaufen. Ich nehme meistens noch eine regenabweisende Schirmmütze mit, damit sind leichte bis mittlere Regenfälle schon einmal abgewehrt, wenn es zu sehr pladdert, zieht man die Kapuze über die Mütze, so bleibt der Kopf trocken und der Schirm hindert die Kapuze daran, das Sichtfeld zu blockieren. Beides gibt es übrigens auch als „Nicht-Marke“ zu halbwegs erschwinglichen Preisen. Auch eine M65-Feldjacke bzw. ein Nachbau selbiger erfüllt ihren Zweck und ist schon für kleines Geld zu haben. Und wenn der Regen am Ende doch obsiegt oder Ihr nicht schnell genug ins Auto kommt: ein paar Ersatzsocken, ein Unterhemd/T-Shirt und ein Pullover sollten immer im Auto lagern, muss ja nicht der letzte Schrei der Mode sein. Und ich wusste es schon mehr als einmal zu schätzen, dass trockene Klamotten nicht erst in x Kilometer Entfernung zuhause, sondern am Auto lagern :-)

Aber nicht nur Regen kann eine Herausforderung sein, auch das herabfallende Laub kann die Suche erdnaher Caches verkomplizieren, so mancher Mikro verschwindet zu dieser Zeit unter den Laubbergen. Owner sollten, gerade wenn der Cache seinen ersten Herbst erlebt, unbedingt prüfen, ob der Cache noch auffindbar ist. Dies betrifft aber eigentlich nur Mikros und Smalls, Tradis sollten unproblematisch sein. Prüft die Lage vor Ort noch einmal, ist das Spoilerbild noch erkennbar, ist der Hint wirklich präzise genug? Später, wenn die Bäume kahl sind(und der Cache in der Nähe eines Baumes liegt), kann man noch einmal die Koordinaten nachmessen. Eventuell beschädigte Dosen sollten jetzt ersetzt oder repariert werden, bevor die Regenfälle und die ersten Nachtfröste kommen, andererseits erodiert der Cache ziemlich schnell :shocked:

Nicht ganz so dramatisch, aber zu beachten ist, dass jetzt die Pilzesammler durch die Wälder streifen, also auch abseits der Wege häufiger Begegnungen vorkommen können. Pilze erfüllen übrigens eine wichtige Rolle im Ökosystem Wald, also trampelt nicht auf ihnen herum. Auch wenn der größte Teil des Pilzes unterirdisch über viele Quadratmeter wächst und die Pilzesammler die Fruchtkörper entnehmen: Das muss einfach nicht sein und nicht jeder Pilz ist ein Geocachebehälter, der wie ein Pilz aussieht ;-) Bei den Pilzesammlern gilt wie immer: Freundlich grüßen und im Zweifelsfall den Cache sausen lassen – ich weiss, es fällt schwer ;-)

Ein letzter Punkt betrifft die Sicherheit: Nehmt immer eine Taschenlampe mit, falls die Zeit doch nicht reicht. Es gibt wenig, was so unangenehm ist, als im Dunkeln in einem fremden Wald den Rückweg anzutreten – es sei denn, Ihr seid eh beim NC, dann ist für ausreichende Beleuchtung ja eh gesorgt ;-) Aber so schön ein Ausflug im Herbst auch ist: Abends das Loggen nicht vergessen: Ein Heiss- oder Kaltgetränk genießen, den Tag Revue passieren lassen und das Erlebte niederschreiben – aber das ist jahreszeitlich unabhängig.

In diesem Sinne: Bis bald im Wald und happy hunting!

 

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