Einen ganzen Kilometer gehen??

In folgende Situation ist vielleicht der eine oder andere meiner Leser schon einmal geraten: Das findet man beim Stöbern ein interessantes Cachelisting, begeisterte Logs, eine hohe Favoritenquote – da muss ich hin! Kurz darauf folgt dann die Ernüchterung: Der letzte Fund liegt schon einige Monate zurück, und das bei einem Cache, der scheinbar doch lohnenswert ist(oder auch einfach nur da ist). Was also tun :gruebel: Die einfachste Möglichkeit ist natürlich, einfach mal positiv zu denken und den Cache anzugehen, eine längere Zeit ohne Besuch kann auch ganz einfach den Grund haben, dass die Locals schon alle vor Ort waren und der Cache selbst keine direkten Nachbarn hat, für Fangquotenoptimierer also ein schlechtes Verhältnis von Zeit pro Fund aufweist ;-) Auch eine weitere zu Fuß zurückzulegende Wegstrecke schreckt so manchen echten Geocacher ab, vor allem in Kombination mit fehlenden Nachbarn.

Eine zweite Möglichkeit besteht darin, den Cache auf die Watchlist zu setzen, um zu sehen, was passiert. Aufgrund der weit verbreiteten Deeneffphobie ist diese Vorgehensweise allerdings nur ratsam, wenn der Cache wirklich noch irgendwann einmal gefunden wird, sicherer ist da schon Methode 1, nämlich selber Klarheit verschaffen.

Die dritte Möglichkeit hingegen besteht darin, den Owner einfach mal zu kontaktieren, sollte dieser nicht reagieren, kann man immer noch grummelnd den Cache auf die Watchlist setzen ;-)

All diese Gedanken oder zumindest einen Teil davon hat sich nun kürzlich ein Geocacher irgendwo in Deutschland gemacht und diese – sehr ungewöhnlich – in einer Note zusammengefasst:

Screenshot: geocaching.com

Interessant fand ich dabei die Vermutung, dass eine fußläufige Wegstrecke von zwei Kilometern angeblich Frustpotential bietet. Mir ist bewusst, dass es durchaus Cacher gibt, die nicht gut zu Fuss sind, das kann konditionelle, gesundheitliche oder andere Gründe haben. Nur: Dann sucht man sich eben die Caches aus, die man erreichen kann, ich persönlich mag nicht klettern, also lasse ich Klettercaches links liegen, kein Problem, und es gibt genug Caches fda draußen. Für den, der aus den o.a. Gründen die zwei Kilometer nicht schafft, ist es also egal, ob der Cache da ist oder nicht. Dramatische Bilder von einem Cacher, der sich nach zwei Kilometern Fußweg mit letzter Kraft ins Auto rettet, sind jedenfalls nicht zu erwarten :-d

Und nicht zu vergessen: Am Ende eines Zwei-Kilometer-plus-x-Caches kann auch ein Nichtfund lauern, ob der Cache vor Ort / auffindbar ist, weiss man erst, wenn man ihn gefunden hat, und selbst wenn er heute schon drei mal gefunden wurde, kann irgendwer den immer noch nach dem dritten Fund eingesammelt haben.

Jetzt bleibt noch die Frage, warum der besorgte Cacher nicht einfach einen NM loggt, wenn er der Ansicht ist, dass da etwas nicht stimmt, den Owner anschreibt oder einfach stillschweigend den Cache auf die Watchlist setzt, wenn selber nachschschauen schon unzumutbar zu sein scheint, sondern eine Note postet um  was genau  zu erreichen?

Wir werden es wohl nie erfahren… :o

Ein Kommentar

  1. Also ich finde es schon traurig, dass der Logger meint, der Owner soll sich auf den Weg machen, um zu schauen, ob die Dose noch da ist; sich gleichzeitig aber nicht bequemen will, dies selbst zu tun.

    Was kommt als nächstes? Eine Anfrage nach der Art “Dose ist mir zu weit zu laufen. Bitte Logbuch zum nächsten Event mitbringen oder bei mir zu Hause vorbeibringen” ?

    Früher war das Geocaching-Motto mal “Der Weg ist das Ziel” .

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