Loglos in Seattle
2025 ist rein statistisch gesehen ein Rekordjahr für mich. Niemals zuvor habe ich so viele Caches in einem Jahr ausgelegt(12 bisher), aber auch noch nie so viele Caches archiviert(8 bisher). Bisher war der Hauptgrund für eine Archivierung Dosenklau oder -Zerstörung, ein paar Caches habe ich auch nach Rücksprache mit dem Revierjäger eingesammelt, aber eigentlich waren es immer „technische“ Probleme mit den Dosen. In diesem Jahr habe ich aber auch aus anderen Gründen archiviert: An meiner dienstältesten aktiven LBH hat der Zahn der Zeit genagt, sowohl Dose als auch die komplette Wegführung hätten eine Generalüberholung gebraucht. Aber den Aufwand habe ich mir bei einer handvoll Besucher pro Jahr dann doch gespart, zumal das Teil auch haarscharf an der Ein-Jahres-Regel vorbeigeschrammt ist.
Gestern nun fiel mir auf, dass einer meiner Ratehaken seit vier Monaten ungeloggt war. Gut, die Drei-Monats-Regel nehme ich schon lange nicht mehr ernst, nur hatte in diesem Fall der Nachbarmystery im selben Feldweg nach wie vor regelmäßige Besucher und beide standen auf Spoilerlisten. Hmmm… Also schaute ich heute nach, beide Caches waren exakt da, wo sie sein sollten, wobei ich bei der No. 2 auch einen Moment suchen musste, aber wirklich nur einen Moment, weil ich zwei Büsche zur Auswahl hatte, in denen der ausgehölte Ast drapiert sein könnte.
Beide Caches gespoilert, beide Drive-In-fähig, einer wird regelmäßig gefunden, der andere, der einen Moment der Suche braucht, seit Monaten nicht mehr. Oder, präziser gesagt, seit vier Monaten nicht mehr geloggt. (Logisch:) Kein Funde, aber auch keine Notes, kein DNF, nicht mal eine Anfrage über den Messenger. Daraufhin sammelte ich die Dose ein und archivierte das Listing. Warum?
Logs sind die primäre Quelle für Feedback, ohne Logs kein Feedback. Kein Feedback heisst aber auch: Kein Interesse an dem Cache, der für viele dann doch nur ein weiterer Statistikpunkt gewesen wäre. Und dann kann er auch weg. Der Clou ist natürlich, dass da natürlich Leute in den letzten Monaten gesucht haben, da gehe ich jede Wette drauf ein. Aber eben stillschweigend nach dem Nichtfund weitergezogen sind, aus Angst vor dem blauen Teufel der Verdammnis aka DNF-Log.
Neben den üblichen Nichtlogs wie „FTF Log folgt“, „Gefunden später mehr“ oder nichtssagenden Einheitstexten gibt es also auch noch die nie stattgefundenen Logs auf dem Friedhof der verlorenen Logs. Kann man sich drüber ärgern, es norddeutsch gelassen hinnehmen oder es norddeutsch gelassen hinnehmen und trotzdem entsprechend reagieren.
In diesem Sinne:
Bis bald im Wald und happy hunting und immer schön loggen.
2 Kommentare zu „Loglos in Seattle“
Ich seh das genauso wie „ein Cacher“. Wenn schon nicht geloggt wird, ist die Dose irgendwann so alt, dass sie was besonderes ist. Mein ältester Cache wird bald volljährig.
Für mich ist „lange nicht gefunden“ kein Grund, einen meiner Caches zu archivieren, denn es ist mein erklärtes Ziel Caches zu haben, die 15-20 Jahre alt sind, auch wenn diese nur 2x im Jahr gefunden werden.
Und wenn diese Caches durch ihr Alter Jasmer-Relevant werden, dann kommen auch wieder mehr Funde rein
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