Saisonstart ’25

Saisonstart ’25

Es ist wieder soweit, die Winterzeit beginnt und damit die Hauptsaison für Nachtcaches. Ich habe hin- und herüberlegt, ob es sich überhaupt noch lohnt, dieses stetig schrumpfende Segment statistisch zu erfassen, eben weil es, wie schon in einem anderen Posting erläutert, Nachtcaches eindeutig aus der Ferne zu identifizieren. Woran liegt das?

„Ein Nachtcache ist ein Cache, der nur nachts gefunden werden kann“

Klingt zunächst einmal plausibel, aber damit fallen fast alle aktiven NCs da draußen unter den Tisch. Denn im Prinzip kann man einen Cache am Ende einer Leuchtspur auch am Tage finden, das ist „nur“ wesentlich aufwendiger. Oder man besorgt sich einfach die Finalkoordinaten. Nach dieser Definition sind nur Caches, die bauartbedingt nur nachts geöffnet werden können, Nachtcaches. Und da bleiben eigentlich nur zeitgesteuerte Schlösser übrig, vielleicht noch Dämmerungsschalter. Und Events, die nach Sonnenuntergang stattfinden. Es gibt übrigens eine Menge Events, die das Attribut tragen, ein Schelm, der statistische Gründe dahinter vermutet.

„Ein Nachtcache ist ein Cache, der nachts wesentlich einfacher als tagsüber machbar ist“

Schon besser, einer Leuchtspur zu folgen ist einfacher, als jeden Baum tagsüber nach Feuernadeln abzusuchen. Leider gilt das aber auch für einen Fallrohrpetling in der Fußgängerzone, bei dem man nachts nicht auf Muggels achten muss. Und das dürfte auch der Grund dafür sein, dass viele Caches das Attribut tragen anstelle des in so einem Fall angebrachten „recommended at night“. Das Problem ist hier, dass der Begriff „wesentlich einfacher“ zu schwammig ist. Es gibt genügend Cacher , die – ich gehöre nicht dazu –  überhaupt kein Problem damit haben, mitten im dichtesen Gewusel ein Fallrohr in der Fußgängerzone zu befummeln.

Klingt jetzt alles ziemlich erbsenzählerisch, aber wir versuchen ja auch, eine allgemeingültige Definition zu finden. Werden wir also etwas puristischer:

„Ein Nachtcache ist ein Cache, der Bestandteile enthält, die nur nachts ihre volle Wirkung erzielen“

Damit haben wir es doch, oder nicht? Das beinhaltet Leuchtspuren, Lichteffekte, Laserspielchen, Reaktivlichter, Soundeffekte, Dämmerungsschalter, Zeitschaltuhren(ein Wecker der Punkt Mitternacht klingelt zum Beispiel), UV-Markierungen uvm. Aber auch Mysteryfinals oder Tradis, deren Wirtsbaum mit einem einzelnen Leuchtpunkt markiert ist. Gut, das ist dann Ansichtssache.
Lösen wir das Problem, indem wir noch einen Schritt weitergehen:

„Ein Nachtcache ist ein Cache, der Bestandteile enthält, die nur nachts ihre volle Wirkung erzielen und der mehr als eine Station hat“

Das kommt meiner bevorzugten Variante sehr entgegen, lässt aber Tradis völlig außen vor. Allerdings sagt die Statistik genau das aus, die Mehrheit sind eben Multis, Mystery(-Multis) und eine paar LBHs.
Deswegen kommen wir zum versöhnlichen Ende:

„Ein Nachtcache ist ein Cache, den Ihr persönlich als Nachtcache einstuft“

Also: Es ist Ansichtssache, ob Ihr einen Tradi mit einem Leuchtpunkt als Nachtache einstuft oder nicht. Oder ob es egal für das Erleben ist, dass die Dose auch tagsüber auffindbar ist. Problem dabei: Das lässt sich nicht statistisch erfassen, also behaltet im Hinterkopf, dass in der folgenden Kurzstatistik nur Caches auftauchen, die ich als Nachtcache einstufe:

Kurzstatistik

In diesem Jahr sind bisher 23 Nachtcaches herausgekommen, 123 wurden in diesem Jahr archiviert, davon 72 von den jeweiligen Ownern und 51 durch Reviewer. Die 1349 verbliebenen aktiven Nachtcaches verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Bundesländer:

Bundesland Anzahl
Baden-Württemberg 200
Bayern 232
Berlin 23
Brandenburg 63
Bremen 3
Hamburg 17
Hessen 113
Mecklenburg-Vorpommern 60
Niedersachsen 161
Nordrhein-Westfalen 142
Rheinland-Pfalz 51
Saarland 23
Sachsen 126
Sachsen-Anhalt 33
Schleswig-Holstein 55
Thüringen 47

In diesem Sinne: Bis bald im dunklen Wald und happy hunting!

2 Kommentare zu „Saisonstart ’25

  1. Aargau ist zwar nicht wirklich klein, aber doch kein Bundesland, meines Erachtens, sondern ein Schweizer Kanton. Sonst hätte ich während der Schule wohl wirklich was verpasst.
    ;-)
    Gruss aus der Schweiz
    Patrik

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