Nah dran oder darf es ein wenig mehr sein?

Nah dran oder darf es ein wenig mehr sein?

Vor ein paar Tagen hatte ich endlich mal wieder einen Nachmittag für mich und nutzte ihn, um eine Waldtradirunde zu drehen. Eigentlich war alles bestens: Ein bis dato unbekannter, dank des Schmuddelwetters auch weitgehend muggelfreier Wald und individuell gestaltete Dosen mit ebenso individuell gestalteten Dosen. Was mich aber störte: Die Dosen – allesamt Mikros – lagen mitunter weitab des Weges, teilweise 20 bis 30 Meter. Und da fragte ich mich: Warum eigentlich? Die meisten Mikros kann man ohne Probleme wegenah verstecken, etwas aufwendiger wird es natürlich bei Smalls oder Regulars, aber das macht ja auch ein wenig den Reiz des Versteckens aus.

Die meisten der Dosen, die mir im Laufe der Jahre abhanden gekommen sind, lagen am Wegesrand, also weniger als 2 Meter vom Weg entfernt. Und damit kommen wir zur Motivation der Wegeferne: Klar laufen weniger Muggels weitab der Wege als auf dem Weg, da ist es naheliegend, dass ein Cache umso sicherer ist, je weiter weg er vom Weg liegt. Aber das stimmt leider nicht: Denn nicht alle meiner Verluste ereigneten sich am Wegesrand, einige Dosen hatte ich auch weiter weg deponiert, 10 bis 20 Meter, eine auch 40 Meter. Aber wie kommt das, wenn da doch niemand vorbeikommt :???:

Meine These: Eben weil in der Regel “da” niemand entlangläuft, fällt es zufällig auf dem Weg vorbeikommenden Muggels auf, wenn da plötzlich Leute mitten im Wald stehen. Und manche nehmen dann die Dose mit, warum auch immer. In diesem Fall exponiert die eigentlich sichere Lage den Cache erst recht. Und: Ein Cacher, der mitten im Wald steht, kann kaum den Weg im Auge behalten, so dass sich nähernde Muggels auch gar nicht bemerkt werden können.

Viel wichtiger für die Sicherheit des Containers ist nicht die Wegeferne, sondern generell das Muggelaufkommen und – man mag und muss es nicht glauben – die Einsehbarkeit der Cachelocation vom Weg aus – und umgekehrt. Klar ist ein Cacher, der im Moor am Wegesrand eine Dose loggt, weithin sichtbar. Aber er kann eben auch Muggels schon von Weitem kommen sehen – wenn denn überhaupt welche da sind :cool: Jedenfalls besser als mitten in einer Fichtenplantage stehend.

Klar muss der Cache auch noch gut versteckt sein, aber hier in der Region gibt es so einige Regulars  am Wegesrand, die teilweise schon über zehn Jahre sicher in ihren Verstecken liegen, eben weil sie an übersichtlichen und/oder muggelarmen Plätzen gelegt sind, während ihre Mikrokollegen regelmäßig verschwinden. Eine Garantie gibt es aber natürlich nie, überall, wo Cacher hingehen, können die Muggels auch hingehen.

tl;dr: Wegeferne ist kein Garant für Cachesicherheit.

In diesem Sinne: Bis bald an einer übersichtlichen Stelle im Wald und happy hunting!

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