Gut, schlecht oder so isses?

Gut, schlecht oder so isses?

Am Sonntag hatten wir hier wunderbares Winterwetter, kalt und sonnig. Perfekt für eine Cachewartung, so hatte ich es mir vorgenommen. Als ich so mitten im Wald vor mich hinwartete, kam dann tatsächlich nach langen Wochen eine Publishmail rein. Kurz draufgeschaut: Keine Chance für einen FTF, ein Tradi, dicht an der Stadtgrenze, straßennah, egal, kein Grund, den Waldspaziergang abzukürzen. Nach der Wartung fuhr ich dann zu dem neuen Cache, ein nett-klassisch versteckter Small. Und ein TTF. Bitte? X Stunden nach Publish an einem schönen Sonntag nur drei Bekloppte? Das wäre noch vor 3, 4 Jahren undenkbar gewesen, da hätte es zumindest ein Spontanevent der FTF-Jäger an der Dose gegeben. In der Tat steht die Dose nach drei Tagen immer noch bei drei Funden, auch das war mal anders. Und führt uns zu der Frage, ob das gut oder schlecht ist oder ob es nun einmal so ist, wie es ist.

Ist das gut?

Ja auf jeden Fall, Geocaching hat sich in den letzten Jahren gesundgeschrumpft. Das Spiel ist wieder auf dem Weg zu dieser geheimnisvollen Sache, von der kaum jemand weiss. Alle paar Wochen mal ein neuer Cache, keine Trampelpfade und Massenaufläufe, die die Muggels irrtieren, kann gerne so bleiben.

Ist das schlecht?

Ja, das Hobby geht den Bach runter. Keiner hat mehr Bock, Dosen  zu suchen, die machen lieber Kurzevents am Parkplatz, um die Punkte zu erlangen. Oder spielen Adventure Lab Caches, die eh keiner braucht, von der Couch aus. Und Auslegen will auch keiner mehr, alles blöd.

Es ist, wie es ist

Geocaching war schon immer einem Wandel unterworfen, Nachtcaches hatten ihre Hochzeit und erleben gerade ihren Niedergang, Trickboxen, Plexiglaswürfel mit Kugeln drin und Lockpicker hatten ihre Zeit, von LPCs redet heute kaum noch jemand mehr, Klettercaches kommen auch kaum noch raus, dafür kamen die Angelcaches. Trotzdem sind sie noch da(Bis auf die Plexiglaswürfel vielleicht, hab’ schon ewig keinen mehr gefunden), es gibt nur nicht mehr so viele, aber gerade das macht sie dann auch so besonders. Nun haben wir also – zumindest hier – eine Flaute, aber wie sich das alles entwickeln wird, steht in den Sternen. Vielleicht warten die lokalen Cacher ja auch auf das Jahresendsouvenir, um die Dose anzugehen… ;-)

Oder vielleicht doch nur ein lokales Phänomen?

Wie sieht’s denn bei euch in den Homezones aus, auch gerade Suchflaute oder völlig normale Lage?

 

In diesem Sinne: Bis bald im Wald und happy hunting!

 

Ein Gedanke zu „Gut, schlecht oder so isses?

  1. Als ich gestern für das Jahresendsouvenir nach einem Cache in der Nähe suchte (ich besitze kein eigenes Auto, das von der Freundin “sollte” nicht für Geocaching genutzt werden (sie mag das Spiel nicht) und Mit- oder Busfahren ist wegen COVID-19 nicht empfehlenswert) war ich sehr glücklich: es gibt neue Caches in Zweifall (von Hahn aus mit dem Fahrrad erreichbar).
    So was wie einen FTF-Ansturm konnte ich nicht erkennen und die Fundzahlen sind auch nicht besonders hoch, obwohl hier in der Umgebung schon lange kaum noch Caches veröffentlicht werden.

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