die wahren hidden creatures

die wahren hidden creatures

Nachdem die Mary Hide doch relativ geräuschlos vorbeisegelte und die “planetary pursuit” einige Wellen geschlagen hat, startet Groundspeak jetzt die nächste Aktion, die unter dem Hashtag #hiddencreatures schon beworben wird. Ich weiss nicht mehr oder weniger als Otto Normalcacher darüber, aber bei einigem Nachdenken ist auffällig, dass es schon hidden creatures beim Geocachen gibt. Oder zumindest Exemplare, die so selten sind, dass sie so gut wie nie gesehen werden. Hier also sind sie, die sagenumwobenen hidden creatures, von denen man selten mehr als die Spuren findet :shock:

  • der gemeine Dosentreter wird so gut wie nie in freier Wildbahn gesehen. Er fällt bevorzugt über Caches mit speziellen Verschlüssen her, macht aber auch vor eigentlich narrensicheren Installationen nicht halt, die er mit noch unbekannten Methoden zerstört. Manchmal scheint er einzelne Cacher zu verfolgen, um die Caches nach erfolgtem Fund zu demolieren.
  • Suhling: Der Suhling bewohnt Feld- und Waldlandschaften. Angelockt von dem Duft von oft hintlosen Mikrocaches wühlt er großflächig die Gegend um den Cache herum auf, reißt Zweige von den Bäumen und dreht alle Gegenstände mit einem Gewicht von bis zu 50 kg um, lässt die Caches an sich aber in Ruhe.
  • Phantomling: Der Phantomling ist ein sehr sonderbares Wesen. Diese Spezies ist rudelbildend, ein Verband kann bis zu einem halben Dutzend Exemplare umfassen, besteht manchmal aber auch nur aus zwei Individuen. Genaugenommen sind Phantomlinge keine hidden creatures, da immer wieder einzelne Exemplare in freier Wildbahn gesichtet werden, der Rest des Schwarms aber immer kurz vor der Sichtung nach hause musste oder einfach unsichtbar bleibt. Kennzeichnend ist, dass alle Individuen entweder dieselbe Handschrift haben, oder über mehrere Seiten des Logbuchs hinweg loggen.
  • der Mega-Phantomling ist ein evolutionärer Nachbar des Phantomlings. Nicht nur dass er selbst komplett unsichtbar ist, auch sein Stempel ist in normalem Licht nicht sichtbar. Es wird vermutet, dass dies in kauf genommen wird, um sehr viele Caches am Tag finden zu können.
  • Kambiumbeisser: der Kambiumbeisser ist ein Baumbewohner, von dem nur bekannt ist, dass er Striemen in der Nähe von Baumdosen in die Rinde schlägt. Obwohl er sich auf gut besuchte Dosen mit guter Parkplatzanbindung konzentriert, hat noch nie ein T5-Cacher einen Kambiumbeisser zu Gesicht bekommen.
  • Der Luftikus hingegen ist ein sehr logbuchliebender Geselle. Er hat offenbar Mitleid mit Logbüchern, die in dunklen, luftdicht verschlossenen Dosen aufbewahrt werden. Also öffnet er den Deckel, macht ihn aber nicht ganz zu, so dass die Logbücher Sonne, frische Luft und ein wenig Regen abbekommen.
  • Eher aufringlich ist der Grellling, der grundsätzlich in Rudeln auftritt und das auch nur in der Nähe von LPCs oder Nachtcaches. Hier verfolgen die Grelllinge Gruppen von Cachern und ziehen johlend durch LPCs, wo sie Installationen abschrauben oder die Wände beschmieren. Bei Nachtcaches erzeugen sie Lichtkegel mit mehreren tausen Lumen Lichtstärke und ziehen johlend durch die Nacht – in beiden Fällen übrigens komplett unbemerkt von den jeweiligen Cachern :???:
  • Vom Taschentuchfalter wiederum ist nur bekannt, dass er in Caches mit übervollen Logbüchern brütet. Hier legt er seine Eier, die leicht mit Papiertaschentüchern oder -fetzen verwechselt werden können, ab. Manchmal, wenn an einem gewählten Brutplatz der Cache auch nach sekundenlanger Suche nicht zu finden ist, spinnt er seine Eier in Schutzhüllen aus Papiertaschentuchpackungen ein.

Dieses ist nur eine kleine Auswahl von unbekannten Kreaturen des Geolandes, vielleicht sind Euch noch andere bekannt, vom nörgelnden Blogling einmal abgesehen ;-)

3 Gedanken zu „die wahren hidden creatures

  1. Es fehlen auf Deiner Liste:

    – der Elsterklepto; nimmt aus den Caches alles mit, was irgendwie glänzt. Wenn es ein TB/GC war, loggt er ihn nie

    – der Einseitling; loggt ein “needs maintenance” wenn im Logbuch alle Seiten vorne voll, aber auf der Rückseite noch frei sind

    – der Dünnpfifferling; hat einen Hund dabei oder keine Windeln an, dungt jedenfalls ausgiebig in der unmittelbaren Umgebung der Caches.

    – der Pedantling; postet mit jedem Log korrigierte Koordinaten

    – der Spätlese-Lügling; loggt reihenweise Cache-Funde drei Jahre später, angeblich weil ein Familien-Account aufgeteilt wird

    Ich seh schon… die offiziellen Hidden Creatures von Geocaching.com sind viel zu politisch korrekt :).

  2. klasse ;)

    “Der Luftikus hingegen … öffnet .. den Deckel, macht ihn aber nicht ganz zu, so dass die Logbücher Sonne, frische Luft und ein wenig Regen abbekommen.”

    Das verstehe ich sowieso nicht:
    – der Schraubverschluss eines PETlings kann ganz zugedreht werden und das Teil ist dicht; aber scheinbar ist das “ganz zudrehen” für manche Menschen zu filigran
    – eine Lock&Lock-Dose hat 4 Clips. Wenn die 4 Clips zu sind, sollte die Dose dicht sein – aber manch’ Luftikus macht die 4 Clips zu, die Dose ist aber nicht dicht…

  3. Also, erstmal habe ich mich bei einem der creatures wiedererkannt. Bei welchem sage ich nicht ;)
    Ich kenne aber auch noch eine Spezies:
    Den Hellseher; Hellseher haben die einzigartige Fähigkeit das Final eines Multicaches finden zu können, ohne die vorherigen Stationen aufsuchen zu müssen. Die eigentlich notwendigen Infos für das Finden der Dose, erlangen sie durch ihre hellseherische Gabe.

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