Downgrade
Derzeit macht eine Neuigkeit die Runde in der Community: Groundspeak hat Änderungen an den Richtlinien für Challenge-Caches vorgenommen. Die Reaktionen sind durchmischt. Mir selbst ist das Thema eigentlich auch egal, ich bin da recht leidenschaftslos. Trotzdem ist es schon interessant, in welche Richtung das stößt: Zunächst einmal die Änderungen in aller Kürze:
- „Not chosen” als Cachegröße wird nicht mehr akzeptiert(hatte eh nie verstanden, was das sein soll)
- Pro Challenge-Cache darf nur ein Attribut angegeben werden.
- Wenn „Event Cache“ als Kriterium angegeben ist, können keine zusätzlichen Kriterien verwendet werden.
Es geht also im Wesentlichen darum, Challenge-Caches einfacher und / oder besser verständlich zu machen, oder eher noch, die Logzahlen zu erhöhen. Die meisten Challenge-Caches sind öde Statistik-Abfragen über Masse wie
- „Finde 50 Multis an einem Tag“, denen dann ein entsprechender Trail aus 50 sehr kurzen Kurzmultis zugrunde liegt
- „Finde 1003 Caches mit dem Attribut Park and Grab„, der dann noch auf 999 verkürzt wird, damit niemand merkt, dass hier ein beliebiger Wert aus der Fundstatistik des Owners verwurstet wurde, der einfach aus der Masse gefundener Caches entwachsen ist
- „Finde auf mindestens 4 Kontinenten jeweils eine LBH, einen Multi und einen Virtual“, oft genug, um sich daran zu erfreuen, dass 95% der Locals diese Bedingung nicht erfüllen
Seitdem ein internetbasierter Checker mandatorisch ist, ist die ohnehin nie große Anzahl wirklich interessanter, lustiger oder nicht nur über schiere Fundzahl irgendwann erreichbarer Challengecaches ins Bodenlose abgestürzt, somit hat Groundspeak selber diese Entwicklung hin zu Statistikgedöns vorangetrieben.
Und auch wenn Teile wie „Für jeden Buchstaben des Alphabetes einen Cache finden, der mit diesem Buchstaben anfängt“ die Jasmer-Challenge, die sehr viel Planung und Aufwand mit sich bringt(und irgendwann nicht mehr machbar sein wird) oder „nur“ eine 360°-Herausforderung immer noch möglich sind – die Mühe gibt sich kaum noch ein Owner, eben weil es einfacher ist, Attribute gefundener Caches zu zählen.
Die jetzige Verschärfung der Guidelines kann durchaus das Ziel haben, Challenges-Caches, die nur der Owner und eine handvoll anderer Cacher erfüllen, einzugrenzen und Challenge-Caches einem etwas breiteren Publikum zu eröglichen. Challenge-Caches waren nie wirklich ein eigenständiger Cachetyp , sondern eine Notlösung nach dem Ende der vom Unglück verfolgten Challenges in 2012, die aufgrund von zuviel Humbug, der damit getrieben wurde(Parallelen zu Virtuals sind sicher nicht ganz zufällig), entfernt wurden. Vielleicht ist es auch einfach an der Zeit, Challenge-Caches einzustellen, nachdem sich gut 10 Jahre nach dem letzten Moratorium wieder sehr viel Humbug in den Beständen angesammelt hat?
In diesem Sinne: Bis bald im Wald und happy hunting!
3 Kommentare zu „Downgrade“
Meine weichen häufiger mal von des Bloggers Ansichten ab, aber hier sehe ich es ähnlich.
Einen guten Wein misst man nicht in Litern, guten Sex (im Gegensatz zum Maschinenschreiben) nicht in Anschlägen pro Minute und die Klangqualität eines Lautsprechers nicht in Watt.
Während ein schön getarnter oder gebauter Cache ein Lächeln erzeugen kann, kann ein schönes, listiges Lusting oder gut gemachtes Rätsel einen Aha-Effekt hervorbringen oder Freude bereiten.
Eine gewöhnliche Challenge hingegen zielt häufig auf Quantität ab und will es selten schön, sondern viel oder extrem. Die Auswirkungen kennen wir. Die schöne Dose an schönem Ort ist für den Cacher, die Challenge für des Owners Ego.
Und zu guter Letzt wundert sich der CO über Beschiss. Kurzum machen Challenges das Hobby nur schlechter – davon ausgenommen sind ein paar schicke Banner.
Aber wohl dem, der Spaß daran hat – ist schließlich ein Jedermanns-Hobby
Ich finde jedwege Einschränkung immer schade.
Lasst doch den Leuten ihren Spaß.
Wer anfängerfreundliche Challenges auslegen will kann das doch so oder so.
Aber immer alles weichzuspülen weil ein paar Leute jammern geht mir echt auf den Sack.
Ich mache quasi keine T5 Caches da ich nicht in Form bin um mit Equipment auf Bäume zu klettern.
Soll ich deswegen eine Petition starten anderen den Spaß am Bäume klettern zu verbieten?
Und das gefühlt jede Änderung des HQ an dem Willen der Zahlenden Kunden, welche immerhin die Haupteinnahmequelle sind, vorbei geht steht zusätzlich nocheinmal auf einem anderen Blatt
360 Grad-Challenges sind neu leider nicht mehr möglich, finde ich persönlich schade, aber kann man nichts machen.
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