Doppelwumms

Doppelwumms

Ja, richtig, ein Doppelwumms: Einmal eine nicht mehr ganz aktuelle Nachricht, die das Herz der Souvenir- und Treasure-Fans höherschlagen lässt, und ein hoffentlich nicht allzu langweiliger Ausflug in die Welt der Geo-Statistik.

Wumms 1:

Ihr habt es gelesen oder gehört: Groundspeak hat ein paar Souvenirs – 6 an der Zahl – spendiert, für die man Treasures sammeln bzw. Collections vervollständigen muss (3 Souvenirs für die Treasures, 3 für die Collections). Wer die erste(n) Gewinnstufe(n) bereits erreicht hat, hat die entsprechenden Souvenirs schon erhalten. Da gab es wohl ein paar technische Probleme, die aber an mir vorbeigegangen sind.

Jedenfalls heißt das, dass es weitergeht mit der Treasure-Jagd, denn was derzeit an Collections und Treasures vorhanden ist, reicht nicht mal ansatzweise aus, um die erforderlichen Zahlen zu erreichen.

Was man sich im HQ davon verspricht, kann ich nur erahnen – vielleicht wollen sie die Treasures ein wenig pushen. Passend dazu kam auch eine neue Collection raus: die „Seashells“. Bedingung hier: Finde jeweils einen Micro mit mindestens einem Favoritenpunkt. Das ist sehr überschaubar, leicht zu merken und sicherlich auch leicht zu erfüllen, sofern die eigene Homezone nicht komplett leergefischt ist.

Und da kommen wir wieder zu der Frage, ob Treasures nicht dazu führen, dass weniger Caches gesucht werden. Denn wenn das Cacheaufkommen ohnehin schon stark reduziert ist und man Wert auf Treasures legt, kann es durchaus sein, dass „unbeschatzte“ Caches erst einmal gemieden werden – für den Fall, dass sie irgendwann doch in eine Collection passen. Ich selbst beobachte das Phänomen gerade bei mir: Mein letzter DNF (Pro-Tipp: Erdnahe Mikros bei geschlossener, unberührter Schneedecke zu suchen, ist nicht immer von Erfolg gekrönt) hat sich durch die Seashells nämlich ein Treasure angeeignet.

Wumms 2:

Für mein „Owner-count“-Problem habe ich möglicherweise eine Lösung gefunden, mit der ich eine bessere Hochrechnung erstellen kann: Pocket Queries. Nun ist es kaum praktikabel, die ganze Welt mit Pocket Queries abzudecken, aber für Deutschland klappt es ganz gut. In der Tat kann eine PQ flächenmäßig ganz Deutschland abdecken. Nun muss ich „nur“ regelmäßig PQs laufen lassen, die zeitlich so geschnitten sind, dass sie weniger als 1.000 Caches beinhalten (mehr passen in so ein Ding nicht rein).

Wobei das „Nur“ in Anführungszeichen eigentlich weggelassen werden kann, da der Aufwand sich in Grenzen hält; sooo viele Caches kommen hier nun auch wieder nicht raus. Und die Verarbeitung erfolgt weitgehend automatisiert.

Damit werde ich dann fast alle Caches erwischen, die in Deutschland im Jahr 2026 veröffentlicht wurden und werden. Ein paar werden mir durch die Lappen gehen, z. B. Caches, die zwischen zwei Durchläufen veröffentlicht und direkt wieder archiviert oder zurückgezogen wurden, aber das Ganze wird ein recht genaues Bild der Entwicklung in Deutschland abgeben. Und als Nebenprodukt kann ich, wenn ich Lust dazu habe, auch meine Freunde, die Nachtcaches, noch einmal genauer beleuchten.

Und (Bonus): Ich kann auch für jeden Landkreis sagen, wie viele Caches dort veröffentlicht werden. Für die globale Hochrechnung kann ich das Verhältnis „Caches pro Owner“ in einer der aktivsten Regionen (Deutschland) bestimmen und damit (hoffentlich) eine präzisere Prognose für die globale Ownerzahl erstellen.

Meine PQ-Sammlung ergibt für die Zeit vom 1.1. bis zum 25.1. insgesamt 1.360 neue Caches in Deutschland (ohne Events), und das Hochrechnungsskript wirft derzeit 1.500 (15 in Deutschland angesiedelte Codes x 100) aus. Das entspricht einer Abweichung von ca. 10 %, die sich aber im Laufe des Jahres, wenn das Gesetz der großen Zahlen greift, noch einpendeln wird, wenn nur ein Code weniger erfasst worden wäre, hätten wir mit 1360/1400 fast eine Punktlandung gemacht.

In diesem Sinne: Bis bald im Wald und Happy Hunting!

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