Inanitas: Botschaft aus dem Schatten

Inanitas: Botschaft aus dem Schatten

Im letzten Beitrag hatte ich die „German Wherigos“ von 2026 einmal automatisiert unter die Lupe genommen. Dabei kam mir die Idee, ob man diese Automatisierung nicht auch zur schnellen Cachefilterung benutzen könnte – also um Angel- und Leitercaches, Jigidis etc. automatisch als solche zu erkennen. Das hat zum Teil geklappt. Aber in den GPX-Dateien mit den Übungsdaten fand ich Material für diesen Beitrag, den Ihr gerade lest:

Es geht mal wieder um ein leidiges Thema: die Hints. Ich weiß nicht, wie Ihr Euch die Skills der Ownerschaft angeeignet habt, aber ich habe einfach Listings gelesen, das Cache-Wiki und (ich weiß es nicht mehr genau) vielleicht auch die Hilfeseiten von Groundspeak. Und ein paar gute Tipps von Reviewern, wie „Parkplatzkoordinaten gerne auch noch extra im Listing angeben“, gab es auch. Und selbstverständlich auch Feedback aus der Community (das hat aber extrem nachgelassen).

Also alles kein Hexenwerk, im Wesentlichen Learning by Doing, so wie das richtige Einmessen. Denkste. Ich habe insgesamt zehn Kategorien von Hints zusammengetragen; vielleicht gibt es mehr, vielleicht kann man sie auch zusammenfassen, sodass es weniger sind. Zwei davon sind okay bis super. Und die anderen? Lest selbst:

  1. Der klassische, hilfreiche Hint: „Baumstumpf“, „Kopfhöhe“, „Magnetisch“, „Doppelbaum“
  2. Kein Hint: Völlig okay, ist ja kein Pflichtfeld
  3. Der faktisch korrekte und völlig nutzlose Hint: „Baum“ im Wald sei hier als Klassiker genannt. Und immer wieder „ECA“, oft (aber nicht immer) als Synonym für „Angel“
  4. Der kryptische Hint: „Beim Kumpel“ – wobei mir just jetzt einfällt, was in diesem konkreten Fall gemeint sein könnte, allerdings macht auch das keinen Sinn. Nun gut, machen wir weiter:
  5. Der „Kein-Hint“: „gibt keinen“, „ / “
  6. Der verschlüsselte Hint: „ fpmutsmuaB“, „hcsitengam“
  7. Der verschlüsselte „Kein-Hint“: „neniek tbig“
  8. Essenzielle Informationen, die ins Listing gehören: „Leiter benötigt“, „Angel, 6m“
  9. Verschlüsselte essenzielle Informationen, die ins Listing gehören: „tgitöneb retieL“
  10. Andere Dinge, die ins Listing oder ein (Maintenance-)Log gehören: „Finalkoordinaten am 02.03.26 geändert“

Und es gibt auch Überschneidungen: So kann „magnetisch“ auch irreführend sein, wenn du neben einer Leitplanke stehst, der Cache aber magnetisch an einer Holzschraube in einem Holzstück pappt, das im Gebüsch neben der Leitplanke liegt.

Wir haben alle mal angefangen und auch nicht gleich alles richtig gemacht. Und man muss auch nicht auf jedes Feedback sofort reagieren und das Listing überarbeiten. Hier gibt es einen Marmeladenglascache, der in einem der ersten Logs gleich eine Warnung vor Brandgefahr enthielt. Nun ist es nicht vollkommen unmöglich, dass ein Marmeladenglas durch Sonnenlicht ein Feuer entfacht, aber das Risiko ist extrem gering, zumal die Dose in diesem Fall in einem dichten Gebüsch liegt. Da ist die Gefahr, dass das Teil irgendwann birst und dann Glasscherben rumliegen, höher. Oder dass sie bei einer Aufräumaktion als Müll eingesammelt wird.

Nur: Wenn es wirklich mehrfach Feedback gibt – z. B. dass es nicht nötig ist, den Hint rückwärts zu schreiben, oder dass „Leiter benötigt“ ins Listing gehört –, ohne dass sich etwas tut oder das beim nächsten Listing beherzigt wird, dann, ja dann weiß ich auch nicht weiter. Ist das Sturheit? Oder einfaches Ignorieren (oder Nichtlesen) der Logs? Weiß der frischgebackene Neu-Owner es einfach besser als die ganzen Besserwisser-Altcacher?

Mich ärgert so was nicht (mehr) (warum auch?), aber es verwundert mich immer wieder.

In diesem Sinne: Bis bald im Wald und Happy Hunting!

 

 

2 Kommentare zu „Inanitas: Botschaft aus dem Schatten

  1. Interessant; das mit dem Brennglaseffekt habe ich kürzlich auch in einem Log gelesen.
    Trotz umfangreicher Tests konnte das nicht bestätigt werden. Intensiv behandelt wurde das Thema in AFZ-Der Wald, Ausgaben 12/2005 und ergänzend in 18/2007. In ~ 120 Testversuchen wurde kaum eine „nennenswerte Wärmeentwicklung“ erzielt. Zitat:
    “Obwohl die Versuche unter Optimalen Bedingungen, d.h.

    – Bei sommerlich-trockenem Wetter mit ungehindertem Strahlungseinfall,
    – Mit lichtbündelnden farblosen Flaschenböden,
    – Mit optimalen lichtfokussierenden Abständen zwischen Glas und Streuoberfläche und
    – Lufttrockenen Streumaterialien
    durchgeführt wurden, ließ sich keine Zündung beobachten.”

    Für Waldbrände können Glasflaschen folglich ausgeschlossen werden. Dass man seinen Müll aus anderen Gründen nicht im Wald liegen lassen sollte, ist selbstverständlich.
    Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Als Cachecontainer sind Gläser aus meiner Sicht ungeeignet. Trotzdem immer wieder ein spannenden Thema.

  2. Es soll ja tatsächlich Cacher geben, die ein Needs Maintenance loggen, wenn kein Hint gesetzt wurde, weil die anscheinend denken, ein Hint wäre Pflicht.

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