Faith no Moor

Faith no Moor

Jetzt ist es also doch geschehen: Nach über 14 Jahren heißt es „No more Moor“. Was ist passiert? Ich habe vorletzte Woche meinen Moor-Multi eingesammelt. Damit endet meine Moor-Ownerschaft zumindest für dieses Moor, das mehr oder weniger vor der Haustür liegt, zumindest vorerst. So wirklich viele Dosen hatte ich dort nie liegen, das Maximum von fünf aktiven Caches hatte ich Mitte der 2010er erreicht.
Das ganze Portfolio, insgesamt 13 Dosen im Laufe der Jahre, verteilte sich über ungefähr 12 Quadratkilometer entlang eines weitläufigen Wegenetzes, das nur teilweise mit dem Auto befahrbar ist, sodass es auch nur 4, vielleicht 5 „Andockpunkte“ in Form von Parkmöglichkeiten gibt, die ihrerseits mit viel Fahrerei verbunden sind, wenn man alle anfahren will.

Tja, warum schreibe ich das hier eigentlich? Eigentlich geht es ja nur um Plastikdosen, Magnetfolien, Logstreifen, Kladden, Magnete und Petlinge, Geocaches halt. Vielleicht aus nostalgischen Gründen, denn das Ganze entwickelte sich langsam im Laufe der Jahre.

Ich hatte das Moor in meiner damals noch neuen Homezone im Rahmen einer langen Winterwanderung umrundet, nachdem ich meine ersten Funde dort tätigte. Im Vorjahr hatte ich an anderer Stelle meinen ersten Multi, eine recht halbgare Angelegenheit, gelegt, der auch nicht lange durchhielt, und ich beschloss, es besser zu machen. Das Moor, das damals noch größtenteils unbedost war, bot sich an: Jede Menge Platz, wenige Abstandskonflikte, abwechslungsreiche Landschaft und jede Menge Ideen, perfekt für die damalige Zeit.

Nach mehreren Anläufen war es dann so weit: Start, 7 individuelle Stationen, Final und positives Feedback, wow! Das bot Potenzial für mehr. Und es kam mehr, Tradis, LBHs und Mysteries mitten im Moor, (für hiesige Verhältnisse) teilweise weitab der Zivilisation (und Parkplatz), ein passendes Zitat aus einem Log: „Selten habe ich so einsam geloggt. Vielleicht mal beim Nachtcachen.“.

So ging es dann ein paar Jahre, bis die Besucherzahlen deutlich nachließen, zwischen Logs Quartale statt Wochen lagen und die Dosen auch bald die typischen Schicksale ereilte. Auch der Einstiegsmulti war langsam in die Jahre gekommen und wurde immer weiter zurückgebaut, wenn mal wieder eine Station perdu war, um den geänderten Cachegewohnheiten Rechnung zu tragen; am Ende waren es dann Start, 2 Stationen und Final mit deutlich reduzierter Wegstrecke.

Und 2025 war dann endgültig Schluss, nachdem beide Stationen verschwunden waren, ein deutliches Zeichen dafür, zum Ende zu kommen. Spontan legte ich dann den eingangs erwähnten Nachfolgemulti, extrem kurz (weniger als 1 km vom Start zum Ziel) und noch 2 weitere Caches, denen aber nur eine kurze Lebensdauer beschieden war. Da auch andere Caches in der Gegend dem Dosenklau zum Opfer fielen (insgesamt sind im Moor in den letzten Jahren vier Owner*innen aktiv gewesen), ließ ich es dann dabei bewenden und konzentrierte mich auf andere Locations, Moore inklusive.

Und vorletzte Woche war dann endgültig Ende Gelände, als mich der Hinweis erreichte, dass Station 1 (eine QTA) verwüstet wurde. Zusammen mit mauen Besucherzahlen fiel dann die Entscheidung leicht, auch hier einen Schlussstrich zu setzen. Für die Jahresstatistik heißt das, dass ich momentan im Minus bin (mehr Dosen archiviert als gelegt), aber das Jahr ist ja noch nicht rum :-)

In diesem Sinne: Bis bald im Moor und happy hunting!

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