Was wäre wenn wir keine Geocacher wären, sondern…

…Hobbyköche? Nein, es geht nicht darum, dass zuviele Köche den Brei verderben. Eher darum, das sonderbare Verhalten von Dosensuchern einmal von außen zu reflektieren :-) Also, wie würde die Hobbyküchenlandschaft sich darstellen, wenn die Geocacher das GPS-Gerät gegen den Kochlöffel austauschten? Da gibt es zunächst einmal eine Aufbruchphase, Süppchen werden gekocht, einige Köche tun sich zusammen, um köstliche, mehrgängige Menüs zu erschaffen. Andere spezialisieren sich auf Salate, wieder andere machen Sandwiches in allen möglichen Variationen. Allen gemeinsam ist, dass sie durchaus Spass an diesem Hobby haben, Rezepte werden ausgetauscht und inspirieren die Teilnehmer zu immer neuen Ideen. Eines Tages kommt dann einer auf eine Idee, wie man viele Teilnehmer auf einmal und ohne große Mühe satt bekommen kann: Mit Pommes, besser noch Backofenpommes, das geht noch einfacher. Die anderen Köche freuen sich über die Abwechslung und alle hauen rein.

Beim nächsten Kochtreff sind es dann schon zwei Pommesbacker und einige der anderen Köche fragen sich, ob da nicht irgendwann der Spass flöten geht. Noch ein paar Treffen später gibt es fast nur noch Pommes und nur noch vereinzelt stellt sich jemand in die Küche, um die anderen für etwas anderes wieder zu gewinnen, was auch durchaus gut angenommen wird. Einige Gäste freuen sich, dass es endlich mal wieder zünftige Bratkartoffeln mit Speck oder eine sämige Erbsensuppe gibt.

Andere hauen die Suppe zwischen zwei Schälchen Pommes rein, bedanken sich artig mit TFTS und wenden sich dann wieder ihren geliebten Pommes zu. Nach ein paar weiteren Sessions stellt einer der Gäste zaghaft die Frage, ob denn nicht mal einer Lust hätte, Schnitzel Holsteiner Art mit Bratkartoffeln und Gurkensalat zu machen. Daraufhin entgegnet einer der Pommesbäcker: „Das ist ja viel zu aufwendig, Kartoffeln kochen, schälen, schnippeln und anbraten. Und dann noch Panade ansetzen, Gurken schälen, neee, Pommes gehen viel einfacher! Außerdem ist es nicht schade drum, wenn was übrigbleibt, das kann man dann einfach wegwerfen!“ „Ja genau“, entgegnet einer der Gäste. „Die sind auch viel einfacher zu essen, Schnitzel muss man schneiden und die Bratkartoffeln mit der Gabel essen. Pommes kann man auch mit den Fingern essen, das ist viel praktischer. Ich habe im letzten Urlaub an sieben aufeinander folgenden Tagen 500 Pommes gegessen, das war super!“ „Pah!“, ruft ein weiterer Gast dazwischen, „ich habe mal 600 Pommes an einem Tag gegessen, das ist gut für die Statistik!“ „Laaangweilig, ich war vorm Essen draußen, da hatte jemand an zwölf Bäumen Pommes aufgehängt!“

So geht es eine Weile weiter, bis eines Tages in der Küche ein verkrustetes Backblech liegt, an dem ein Zettel klebt: Ich habe keine Zeit zum Abwaschen, mag mal jemand das Blech abwaschen? Die paar verbleibenden Köche schütteln ungläubig den Kopf, als einer der Pommesbäcker das Blech mit Pommes belegt und in den Ofen schiebt: „Solange man damit noch Pommes machen kann, ist alles in Ordnung!“ – als dann eine Woche später statt des Backbleches ein Zettel vom Gesundheitsamt in der Küche liegt, auf dem steht, dass das Blech solange gesperrt ist, bis es einer abwäscht, ist das Gechrei groß. Der Owner dieses Backbleches schmeisst das Blech wutentbrannt in den Müll und merkt an, dass es früher selbstverständlich war, fremde Backbleche abzuwaschen, bevor er ein neues Backblech kaufen geht, schließlich brauchen wir neue Pommes

to be continued… maybe


Tja, ziemlich merkwürdige Dinge gehen da in der Küche vor sich, newa? Sicher lassen sich die Geschehnisse in dieser verrückten Kochgemeinschaft nicht 1:1 aufs Geocachen übertragen, aber die Parallelen sind doch erkennbar ;-) Also, liebe Leserinnen und Leser, wie wär’s? Mal wieder Lust, eine leckere Erbsensuppe zu kochen oder eine zu genießen? Es liegt an Euch, Pommes forever oder mal was anderes?

PS: Ich habe nichts gegen Pommes, aber einer musste ja die Rolle der Mikros übernehmen ;-)

In diesem Sinne: Bis bald im Wald und happy hunting!

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