Virtueller Schabernack

Virtueller Schabernack

Nachdem es im letzten Posting zu den Virtual Rewards eher um die nackten Zahlen ging, möchte ich heute mehr auf Einschätzung und Bewertung der 5. Runde eingehen.

Das Verfahren

Dieses Mal wird wieder die Lostrommel angeworfen, die Bedingungen sind mit „Lege 3 Caches aus“ sehr überschaubar, das ist noch trivialer als irgendwie 4 Favoritenpunkte für einen Cache zu bekommen.
Hier wären ein paar echte Herausforderungen besser gewesen, zum Beispiel „Sammle 20 Favoritenpunkte auf einen in 2025 ausgelegten Multi, einer LBH, einem WiG, einem Tradi oder einem Earthcache“, das wäre schon deutlich schwieriger geworden als „Wirf 3 Dosen aus“. Und ja, Mysteries stehen nicht in der List, weil „10 Dosen + Bonus-Mystery“ nun wiederum zu trivial fürs Sammeln von Favoritenpunkten ist.
Und genau das ist der Knackpunkt, dieses Mal steht Masse im Vordergrund.
Zumal viele Owner schon durch die Hider-Souvenire schon 2 Caches rausgehauen haben dürften, die „brauchen“ dann, wenn nicht schon geschehen, nur noch eine 3. Dose. Dazu kommen die Owner, die Dosen nicht wegen irgendwelcher Klebebildchen auslegen, sondern weil es ihnen Spaß macht.

Die Motivation

Wie im letzten Post schon geschrieben, vermute ich hier einen weiteren Versuch Groundspeaks, die Publishzahlen zu erhöhen. Ob nun trotz oder wegen der beiden Hider-Souvenirs, sei mal dahingestellt. Dazu passt auch, dass es dieses Mal nicht um Favoritenpunkte geht, sondern um die Anzahl. Inwiefern es dem Spiel zuträglich ist, wenn jetzt noch mehr Sinnlosdosen irgendwo in die Gegend geworfen werden, weiß wohl nur das HQ. Die Virtual Rewards 5.0 werden bei den 2025er Publishs ca. 1% mehr erzeugen(bei einer angenommenen Anzahl von ca. 300.000 Publishs), da stellt sich doch die Frage(und nicht nur mir), warum die Virtuals nicht einfach wieder ins Portfolio übernommen werden.

Back for good?

Die Virtual Caches wurden nicht ohne Grund vor fast 20 Jahren von Groundspeak eingestellt, eben weil damit zuviel Schindluder getrieben wurde. Heute, also 20 Jahre später, würde bei einer erneuten Freigabe extrem viel Schindluder damit getrieben werden, virtuelle Powertrails, virtuelle 81er-Matrix auf dem Autohof + Angelpetlingchallengcache „Finde für jede D-T-Kombination einen Virtual“ im Gestrüpp nebenan, virtueller Eventersatz, falls mal einer keine Lust mehr hat, zum 75. Mal eine halbe Stunde unterm Holstentor zu stehen, usw. usf.

Bei aller Kritik an Groundspeak: Es war absolut richtig, bei den Virtuals die Notbremse zu ziehen und es ist absolut richtig, die Teile nur dosiert freizugeben und an (durchaus diskutable) Bedingungen zu knüpfen.

Und kommt mir bitte nicht mit „Es ist nur ein Spiel, das jeder so spielen soll, wie er es für richtig hält“, denn das ist nur ein Scheinargument, das unzählige Male falsifiziert wurde und auch in der 500. Wiederholung nicht stimmt. Wenn überhaupt, dann sollte eine generelle Freigabe an Bedingungen geknüpft werden, Mindeststandards an das Listing / die Aufgabe und eine wie auch immer geartete, ernsthafte Einstiegshürde für Owner, eben damit nicht eine Woche nach Wiedereinführung die ersten virtellen Autobahnpowertrails aufploppen.

Zum Schluss

Eigentlich wollte ich hier doch noch ein paar Zahlen präsentieren, aber mir ist bis jetzt noch nicht eingefallen, wie ich rausfinden kann, wie viele Owner die Bedingungen für die Virtual Rewards 5.0 erfüllen, ohne meine API-Quotas über Wochen hinweg zu überziehen.
[Nachtrag 8. August]: Das hat mir doch keine Ruhe gelassen und ich habe eine Hochrechnung anhand der Daten des Kreises Segeberg gemacht. Demnach erfüllen derzeit weltweit rund 35000 Owner die Bedingungen, diese Zahl ist aber mit Vorsicht zu betrachten und mit vielen Unsicherheiten behaftet, weil die Datenbasis der Hochrechung nur 0.07% des Gesamtcacheaufkommens abdeckt.

In diesem Sinne: Bis bald im Wald und happy hunting!

Ein Kommentar zu „Virtueller Schabernack“

  1. Es mag ja durchaus richtig sein, was du schreibst bzgl. der dosierten Freigabe, was ich aber eher kritisiere, sind die Vergabebedingungen.

    Dazu reicht der Blick ins Groundspeak-Forum oder in den Blog, da beschweren sich genug Leute, die schon Jahrzehnte dabei sind, natürlich auch Owner sind und vier Mal in Folge leer ausgehen.

    Warum nicht engagierten Ownern, die vielleicht ein gewisses Verhältnis zu Funde/Favis haben, auch mal „unter der Hand/außerhalb der Rewards“ einen Virtual geben?

    Diese im Grunde nicht nachvollziehbare „Lotterie“ schafft doch nur Frust unter den langjährigen Spielern und Ownern, von denen nächstes Jahr mit Sicherheit viele zum fünften Male leer ausgehen.

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