GC Leaks und kein Ende

Schon seit einigen Tagen kursiert das Gerücht in den sozialen Medien, GCLeaks ist wieder auferstanden. Dieses mal wesentlich unprofessioneller als schnödes, wenn auch sehr großes Excel-Sheet mit über 57.000 Lösungen, selbstschulterbeklopfend im Twitteraccount präsentiert. Dabei hatte ich jetzt eigentlich gedacht, dass bei den dahinterstehenden Köpfen vielleicht die Erkenntnis angekommen ist, dass solche Leaks nicht nur vielen betroffenen Mysteryownern, sondern auch vielen Rätselfüchsen den Spass verdirbt.Auch wenn der Vergleich mit den T5ern mittlerweile arg strapaziert ist: Wenn sich jemand bei einem T5er mit eintragen lässt oder die Dose am Boden liegen findet und sich einträgt, ist das skandalös, weil derjenige die Kletterleistung nicht selbst erbracht hat.  Besorgt sich jemand die Finalkoordinaten  eines Mysteries, erbringt dieser jemand auch nicht die geforderte Leistung, aber da haben die Owner gefälligst die Klappe zu halten… Und, hier wage ich mal eine Vorschau auf die kommenden Tage, jetzt kommen wieder die Standardargumente

1. Wer im Logbuch steht, darf loggen und

2. Die Mysteryowner verderben den anderen den Spass

3. Haltet mal den Ball flach

Zu 1. ist zu sagen: Das stimmt nicht und es hat noch nie gestimmt,  auch Fundlogs können unter bestimmten Umständen gelöscht werden. Zudem empfiehlt GS Cachern, deren Logs gelöscht wurden, Größe zu zeigen und es auf sich beruhen zu lassen. Ist natürlich schwierig, denn ob man einem Baby den Schnuller wegnimmt oder einem Cacher mit 8761 Funden den 8762. Fund aberkennt, provoziert semantisch sehr ähnliche Reaktionen :tongue:

Update 16.10.2105, 17:08: Das nur als Hinweis auf einen der vielen Irrtümer beim Geocaching, auch ein geleakter Fund ist ein legitimer Fund. Danke für den Hinweis :-)

Zu 2.: Mysteries sind ein Teil des Spiels. Und ob eine Location nun durch eine sinnentleerte Mysterydose oder eine sinnentleerte Filmdose blockiert wird, ist gehupft wie gesprungen, Otto Normalcacher interessiert im Jahre 2015 sich eh nicht für die Location, ob Wald, Feld, Flur oder der Mülleimer neben der Abdeckerei – hauptsache geloggt.

Und zu 3.: Mal gucken, wie die Leaker den Ball flach halten, wenn die ersten Logs gelöscht werden ;-)

In diesem Sinne: Bis bald im Wald und Happy Hunting!

 

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7 Responses to GC Leaks und kein Ende

  1. Mr. X says:

    Nun es ist doch ganz einfach, sobald ein Mystery offen gelegt wurde ist es in meinen Augen kein Mystery mehr ;) Ich als Owner werde solche Caches sobald ich das mitbekomme auf der Stelle archivieren. Zwar Schade für alle ehrlichen Rätsler im Anschluss aber die einzige richtige Konsequenz in meinen Augen …

  2. PLustig says:

    Typisch Deutsch. Meckern in einer Tour und anderen vorschreiben, wie sie zu Cachen und zu loggen haben. Sowas gibt es nur in Deutschland. In anderen Ländern interessiert das gar keinen.

    • Autor says:

      In anderen Ländern gibt es auch nicht so viele verkniffene deutsche Hochleistungscacher, die nur Fundzahlen, Matrizen und Statistiken im Auge haben.

      • Pascal says:

        Doch, im Ausland ist es meist sogar noch schlimmer mit Fundzahlen und Statiskien. Das ist in DE noch harmlos dagegen.
        DE ist bekannt als das Land wo jeder kleiner Pups geregelt ist, manchmal noch in Anweisungen/Gesetzen die von anno dazumal stammen. Typisch DE eben….

  3. Ich finde diese Leaklisten zwar selbst scheiße, aber warum sollte das den Geocaching Grundsatz “A Cache can be logged online as a find if the logbook has been signed.” (Oder so ähnlich, kann gerade nicht recherchieren) aushebeln? Die Loglöschung, wenn einer das Rätsel nicht gelöst hat, aber wohl im Logbuch steht, sind NICHT guidelinekonform…

    • Autor says:

      Das war nur ein Hinweis darauf, dass dieses Mantra, wie so viele andere auch, nicht richtig ist. Du hast aber recht, im Fall geklauter Koordinaten ist der Eintrag natürlich “legal”

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