Die Mystery-Files – Preludium und Fancaches

Mysteries – Jeder kennt sie, jeder hat eine Meinung zu ihnen(auch keine Meinung ist eine Meinung!). Viele Cacher lehnen Mysteries ab, aus unterschiedlichen Gründen. Einer der oft angebrachten Gründe ist, dass die Mysteries Locations blockieren, man will einen Cache auslegen, findet eine freie Stelle auf der Karte, legt den Cache aus, reicht ihn ein und bekommt dann vom Reviewer die Antwort, dass dieser und jener Mystery zu dicht an der Location liegt – und schon hat man einen weiteren Grund, Mysteries zu hassen :x Ein weiteres Argument ist, dass Mysteries einfach doof sind, weil sie den Ursprungsgedanken des Geocachings – gehe raus und erlebe etwas – verwässern. So wie das Schreiben von richtigen Logs, vorherige Cachesauswahl usw. usf. :roll: Dass das Rumhocken auf mehr oder weniger sinnvollen Events oder das Einholen von Finalkoordinaten per Chat und Telefon, quasi als Rache am Mysteryowner (oder um noch ein Fündchen mehr auf der Liste zu haben), sei hier nur am Rande erwähnt :d

Also lasst uns über die Doofheit von Mysteries reden, wie doof sind die denn nun? Sicher gibt es, wie beim altbekannten Tradi eine Menge Mysteries, die einfach mies sind, einige sogar 1,5-fach mies: Doofes Rätsel trifft doofe Location mit doofer Dose, während man beim Tradi maximal auf doofe Location mit doofer Dose hoffen kann :zunge: Vom Gebashe abgesehen, bieten Mysteries aber eine Vielzahl von Möglichkeiten, das Cacherleben zu bereichern, womit wir jetzt endlich beim Thema wären: Die dunkle Jahreszeit naht und für die cachefreie Zeit habe ich mir vorgenommen, die verschiedenen Typen von Mysteries einmal genauer zu beleuchten, nicht immer bierernst natürlich, mit Schwerpunkt auf das Rätsel, bei der Dose ist ja alles möglich.

Zur leichteren Auffindbarkeit werde ich eine neue Kategorie mit einem entsprechend einschlägigen Namen erstellen und nach und nach, je nach Lage des Bewusstseinsstroms verschiedene Typen vorstellen, für dich möglichst passende Namen finden will. Wenn möglich, werde ich noch ein paar Tipps für Lösungswege geben. So, nun geht es aber los mit

Fancaches

Fancaches befassen sich thematisch mit einem bestimmten Thema, of Fernsehserien oder Bücher und fragen in der Regel das dazugehörige Fachwissen in Quizform ab, das dann meist als BWW in eine Formel einfliesst (A = 2. Buchstabe des Vornamens). Fancaches können wie viele Mysteries in drei Schwierigkeitsgraden auftreten und bieten sogar noch Platz für eine vierte Kategorie

  1. Leicht: Die Fragen spielen weit in den Bereich des Allgemeinwissens herein oder die Antworten sind leicht per Suchmaschine  oder Wikipedia zu ermitteln, also beispielsweise “Wie heisst der Captain der Enterprise(Nachname)?”
  2. Schwer: Diese Stufe wendet sich an Kenner der Materie, die Lösung ist nicht unbedingt ergooglebar, lässt sich aber oft in Spezialwikis oder auf Fanseiten recherchieren, wenn also  nach Mitgliedern der Familie Kirk gefragt wird, steht das nicht unbedingt in der Wikipedia, aber eine Recherche nach “Kirk Star Trek Wiki” oder dergleichen wird sicher in einer heissen Spur enden.
  3. Lächerlich: Wird vom Owner mit “schwer” verwechselt und fragt wirkliches Spezialwissen ab, das längere Recherchen erfordert, vielleicht muss man sich auch wirklich das Originalmaterial, zB eine bestimmte Episode besorgen und weiter recherchieren, um zu beantworten, wie der Nachbarplanet des Planeten heisst, dessen Botschafter in Episode X in der Szene, in der der andorianische Botschafter mit dem vulkanischen Botschafter diskutiert, im Hintergrund mit einem Crewmitglied spricht. Wobei es aber auch sein kann, dass ausser dem Owner niemand in der Lage ist, die Frage zu beantworten :zunge:

Neben diesen drei Stufen kam mir bisweilen auch eine vierte Kategorie unter, die ich mal als ärgerlich bezeichnen möchte: Der Owner ist zu faul, die entsprechenden Fragen und Antworten selbst zu recherchieren und googelt munter drauf los, im Vertrauen auf die Schwarmintelligenz der Internets. Heraus kommen dann Stilblüten der Art “Wie heisst der Captain der Enterprise(2. Buchstabe des Vornamens)” –  “Jim Kirk” oder  “Wie heisst das mit den Vulkaniern verwandte Volk” – “Remulaner”(weil der Owner bei “Sinnlos im Weltraum” gelandet ist :roll: ). In der Folge wundert der Owner sich, wenn der Checker munter im roten Bereich losrattert, korrigiert das ganze, sobald er darauf hingewiesen wird, zieht aber keine weiteren Schlüsse daraus und verortet Mister Spock beim nächsten Fancache auf dem Vulkahn.

Fazit: Fancaches können gut gemacht sein, Fans der Materie Freude bereiten und Nicht-Kennern eine spannende Recherche bescheren, bei der ein wenig mehr oder weniger unnützes Fachwissen abfällt. Ich vermute, dass die dritte Kategorie uns noch das eine oder andere Mal über den Weg laufen wird, in immer neuen Verkleidungen…

 

 

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