Outer Limits – wo die Verantwortung des Owners endet. Und wo sie beginnt

Gestern veröffentlichte der Kollege JR849 einen Beitrag, der selbst mich als Sucher und Owner mit ein paar Jahren Felderfahrung ziemlich ratlos zurückließ: Ein Cache wurde archiviert. Gut, nicht sooo spektakulär. Dass da viele Onlinelogs keine Entsprechung im Logbuch hatten: Auch keine umwerfende Neuigkeit. Dass sich aber jemand mit einem eigens mitgebrachten Freischneider einen landseitigen Zugang zu einem Paddelcache durch einen Schilfgürtel schafft, das ist :???: 8O :zensur:  Abgeknibbelte Standrohrkappen, abgerissene Vogelhäuschen – mit dem Hinweis  NICHT AM VOGELHÄUSCHEN!!  – alle 170-180 Meter Löcher in der Landschaft, urplötzlich auftauchende Suhlen im Umkreis eines Waldpets – alles unschöne Begleiterscheinungen unseres Hobbys, die aber immer wieder getoppt werden, wie der verlinkte Beitrag zeigt. JR warf jetzt die These auf, dass die Verantwortung für diesen Vandalismus, nicht nur dem Brachialcacher, sondern auch dem Owner anzulasten ist. Dieser hat es in 2,5 Jahren auf über 400 ausgelegte Dosen – größtenteils in Serien –  gebracht und die Vermutung ist, dass so ein Dosenschwarm auch Cacherschwärme anzieht, die dann, wie es Schwärme so an sich haben, durchaus Verwüstungen anrichten.

Tendendenziell bin ich geneigt, JR zuzustimmen: Cacheserien, zumal solche mit einem besonderen Touch – in diesem Fall T5-LBHs – ziehen viele Cacher an. Als Owner haben wir auch die Pflicht, unsere Caches so zu legen, dass die Umgebung so wenig wie möglich beeinträchtigt wird und es gibt nur sehr wenige Möglichkeiten, einen Cache so massentauglich zu gestalten, dass die Massen unbemerkt durchziehen können. Genaugenommen fällt mir da überhaupt nichts ein :???: So gesehen stimmt es, dass Cacheserien schädlich für die Umgebung sind und nicht ohne Grund habe ich vor einiger Zeit für mich beschlossen, nur in dünn oder gar nicht bedosten Gebieten zu legen.

Aber: Geocacher sind erwachsene Menschen, keine kleinen Kinder(also jedenfalls laut Ausweis) und sollten schon einschätzen können, was für ein Verhalten angemessen ist, um einen Papierstreifen beschriften zu können. Können sie aber nicht und je mehr Dosen es in einem Gebiet zu holen gibt, desto mehr moralische/logische Sicherungen scheinen bei einigen durchzubrennen. Das ist aber primär ein Problem der sogenannten Geocacher bzw. der zugrundeliegenden Geisteshaltung(was auch immer in so einem Brachialcacherhirn vorgehen mag). Diese graben sich in letzter Konsequenz selbst das (Punkte-)Wasser ab, wenn die Behörden entsprechend reagieren und Cacheverboter erlassen bzw. wenn so ein Idiot in flagranti erwischt wird.

tl;dr Cacheserien ziehen Horden von Cachern an, die große Schäden verursachen können. Es liegt aber in der Verantwortung des einzelnen Cachers, Schäden zu vermeiden.

Tagged , , . Bookmark the permalink.

One Response to Outer Limits – wo die Verantwortung des Owners endet. Und wo sie beginnt

  1. punica says:

    Selbstverständlich hat jeder einzelne Geocacher dafür Verantwortung zu tragen, dass durch unser Hobby niemandem (auch nicht der Natur) Schaden zugefügt wird.
    Aber letztendlich liegt m. M. nach die Verantwortung doch beim Owner der immer mit dem dümmsten anzunehmenden Geocacher rechnen muss. Wir haben aus diesem Grund schon viele Cacheideen verworfen.
    Am sichersten klappt das immer noch mit einem Multi und dem Attribut „>1“
    lg punica

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.