Warum sich DNFs immer lohnen

Nein, das sah schon vorm Verschwinden der Dose so aus

Vor einigen Tagen befasste ich mich mit der Unlust mancher Cacher, einen DNF oder gar einen NM :eek: zu loggen. In der Tat ist das Thema Logfäule ein Dauerbrenner nicht nur hier, sondern auch in anderen Teilen der Community. Besagter Beitrag wurde bei Cachefrequenz besprochen und dort wurde noch einmal das Standardargument contra DNF wiederholt: Wenn ich weiss/vermute, dass der Cache noch da ist logge ich keinen DNF. Das scheint ein breiter Konsens zu sein, auch wenn einige Cacher trotz aller Sicherheit dann noch diskret beim Owner nachfragen ;-) Ich werde im folgenden ein paar der Praxis entnommene Fälle durchdeklinieren, aus denen folgt, dass ein DNF/NM durchaus angebracht ist.Owner warten ihre Caches regelmäßig oder sollten es zumindest tun. Regelmäßig heisst aber nicht wöchentlich oder jeweils zwei Wochen nach dem letzten Fund. Heutzutage ist es durchaus nicht ungewöhnlich, wenn ein Cache auch einmal ein paar Monate unbesucht bleibt(stille DNFs inklusive). Das Ausbleiben von Logs ist lediglich dann ein Alarmsignal, wenn ein gut frequentierter Cache plötzlich Funkstille hält, wobei bei einer guten Besucherfrequenz auch eher ein Cacher DNF loggt. Also, unter welchen Bedingungen ist welcher Log sinnvoll :???:

1. der Cache ist hier irgendwo
Das ist wohl ein Standardfall beim Nichtfund: Der geneigte Sucher kommt zum GZ und findet den Cache einfach nur so nicht, in 10 Meter Umkreis um die Koordinaten gibt es eine ganze Reihe von Baumstümpfen, Baumwurzeln und ähnlichen Verstecken. Irgendwann wird die Suche abgebrochen, und zwar stillschweigend. Hier sollte auf jeden Fall ein DNF geloggt werden, mit einer Beschreibung der Umstände. Und warum? Ganz einfach: Dieser Cache hat Verbesserungsbedarf, Hint oder ein Spoiler sind nicht eindeutig genug, nicht vorhanden oder Schenkelklopfer der Art qnf jnrer mh rvasnpu. Es ist mehr oder weniger Glück, wenn man ihn in kurzer Zeit findet. Owner sind auch nur Menschen,  Betriebsblindheit inklusive. Oder es ist gewollt, dass die Sucher die Gegend weiträumig durchsuchen, am besten noch mit dem Hinweis, die Gegend nicht durchzupflügen. Im ersten Fall sind gehäufte DNFs ein Grund für den Owner, hier nachzubessern und eine wertvolle Hilfe für die nachfolgenden Sucher. Im zweiten Fall sind sie immerhin noch wertvoll für die anderen Sucher und der Owner sollte sich fragen, ob er sich nicht ein anderes Hobby suchen sollte  ;-)

2. der Cache ist weg
Wenn wir ein durch Listing, Spoiler und/oder Hint sehr eindeutig beschriebenes Versteck haben und sich dieses als leer erweist, ist natürlich ein NM fällig, ein DNF kann der Vollständigkeit halber erfolgen. Hier stillschweigend zu verschwinden und damit nachfolgende Sucher auflaufen und den Owner imUnklaren zu lassen, ist in hohem Maße unfair – Geocaching lebt vom Miteinander.

3. nicht zum Suchen gekommen
Manchmal ist es wie verhext, kaum ist der neugierige Muggel endlich hinter der nächsten Kurve verschwunden, kommt der nächste, jemand pausiert in Sichtweite, am GZ haben Pfadfinder ihr Lager aufgeschlagen(tatsächlich schon erlebt), kurzum: man kommt einfach nicht zum Suchen. Gut, es gibt genug Cacher, die nach der Devise nach mir die Sintflut vorgehen und einfach zugreifen, aber sollte man eine Nichtsuche etwa auch vermerken? Na selbstsverständlich :-) Wer sich ob des nicht getätigten Fundes schämt, kann auch eine Note hinterlassen ;-) Dass Muggels überall und zu jederzeit auch in den entlegensten Ecken auftauchen können, gehört zum Geocaching dazu, wer als Owner aber bewusst seinen Cache an einem stark frequentierten Ort auslegt, sollte zumindest günstige Suchzeiten kennen und angeben.

In diesem Sinne: Bis bald im Wald und happy logging!

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2 Responses to Warum sich DNFs immer lohnen

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  2. Der DNF ist anscheinend ein Lieblingsthema des Autors ;-)
    Das ist mal eine schöne Auflistung der Argumente für verschiedene DNF-Situationen. Den Artikel sollte man als Lehrunterlage verlinken.

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