Warum das Prinzip jedermann nicht funktioniert und wie man trotzdem zum Ziel kommt

Die gute Nachricht zuerst: Es werden noch Caches ausgelegt, Geocaching ist doch nicht tot, hurra! Und offenbar ist Geocaching durch die steigenden Temperaturen so sehr wiederbelebt worden, dass die Reviewerqueue in Nordrhein-Westfalen derzeit voll ist. Dieses ist einem Tweet von Eigengott, immerhein einer von Deutschlands bekanntesten Reviewern: „Wenn es in NRW länger mit dem Review dauert, bedankt euch bei den Ownern die Serien/Powertrails statt Multicaches einreichen“. Eine Aussage, die zunächst einmal den Schluss zulässt, dass Eigengott Multis mehr als Tradiserien mag. Allerdings gibt es noch eine weitere Deutung: Jeder soll das Spiel so spielen, wie es ihm gefällt funktioniert eben doch nicht :shock: Auch wenn diese neben „wer (…), hat das Spiel nicht verstanden“   allseits beliebte Killerphrase immer wieder gerne zitiert wird, ist sie dadurch nicht richtiger. Ein Trail mit 25 Dosen erzwingt 25 Reviews, ein Multi hingegen nur einen. Dazu blockiert ein Trail natürlich auch einiges an Wegstrecke, das dann für andere Caches blockiert ist. Gut, ein Trail ist meistens nicht an der  Ansehnlichkeit der Umgebung, sondern an der Existenz eines genügend langen Wegstückes orientiert, aber das Wegestück ist zunächst einmal für andere Caches blockiert.

Und es sind ja nicht nur die Trails, liebe Trailhasser: In der Nähe der alten Kaisereiche kann ein Klettercache hängen, an ihrem Fuß ein Mysteryfinal und hinter dem Gedenkstein eine LBH liegen oder eben eine Tradiserie dran vorbeigehen – aber nicht alles gleichzeitig. Und egal welcher Owner die Kaisereiche oder deren Umkreis zuerst bedost, sein Cache wird immer bei irgendwem auf wenig Gegenliebe stoßen: Die Nichtkletterer sehen eine weitere belanglose Bluebox, Mysteries sind ja sowieso doof(wenn man die Koordinaten nicht irgendwo abgreifen kann), Multis braucht kein Mensch und bei Letterboxen vom Typ III muss man ja die ganze Zeit die Augen aufhalten, Pokémon gibt’s dort auch nicht und nicht jeder findet Vergnügen daran, alle 170 Meter einen Petling aus der Baumwurzel zu ziehen :eek:

Also was nun :gruebel: Werdet kreativ :cool: Ausweichen geht meistens doch: Die Guidelines von Groundspeak bieten genug Freiräume, um Cacher auch an bereits bedoste Orte zu führen. Nutzt die Eiche für Euren Multi als QTA und baut den Rest ebenfalls auf QTAs auf. Baut sie als markante Geländemarke in Eure LBH ein. In beiden Fällen müsst Ihr „nur“ eine Finallocation in ausreichender Entfernung finden. Etwas schwieriger ist es bei Mysteries, die sich thematisch mit der Kaisereiche auseinandersetzen, aber auch hier kann mit QTAs gearbeitet werden: Des Rätsels Lösung zielt auf die Eiche, dort ist dann eine Frage zu beantworten, daraus resultiert eine Peilung und diese führt zum Ziel.

Und wenn die Eiche nun gar nichts mit dem Mystery zu tun hat? Zeigt Größe :-) Wenn Ihr damals den Stich bekommen habt und Euch ein angehender Owner fragt, ob Ihr das Teil nicht verlegen könnt, verabredet Euch mit ihm und sucht gemeinsam ein neues Versteck für Euren Ratehaken.  Und wenn Euer Trail unbedingt an der Eiche vorbeiführen soll oder ein Multi den halben Wald blockiert? Nun, in dem Fall bin ich mit Eigengott auf einer Linie und eine Dose weniger wird niemanden abschrecken ;-)

Ansonsten gilt: Don’t panic, geht ein wenig raus und vielleicht findet Ihr eine noch bessere Location oder gar eine schöne Wegstrecke für eine neue Letterbox :-)

In diesem Sinne: Bis bald im Wald und happy hunting!

 

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