the pursuit of Cachiness

Wir schreiben das Jahr 2018. Die1 Planetary Pursuit ist in vollem Gange und endlich ist das Wort Cachequaltität wieder in aller Munde. Oder auch nicht ;-) Als Groundspeak die ersten konkreten Hinweise zur Pursuit streute, war ich mehr als skeptisch: Wieder einmal ein Haufen Souvenirs für Geocachen, mehr fällt denen nicht ein :???:  Um es vorwegzunehmen: Nein, leider nicht. Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, was es sonst geben sollte, Premiummitgliedschaften? TBs? Das wäre im Zweifel sehr teuer für Groundspeak und Souvenirs kommen bei allen Unkenrufen ganz gut an in der Community.

Also: Es gibt 10 Souvenirs zu erlangen. Als ich nun vor ein paar Tagen auf dem Dashboard unterwegs war, fiel mir dort der Link zur Friend League auf und ich stellte bei näherem Hinschauen fest, dass ich schon einige Souvenirs der Pursuit erlangt hatte, nur wie :???: Jetzt schaute ich mir das Regelwerk genauer an, um zu sehen, wie ich die Punkte erlangt hatte:

Ein Fund, gleich welcher Art, gibt 5 Punkte. Da man Caches aber nicht alle über einen Kamm scheren kann, wird noch weiter aufgeschlüsselt, und da wird es merkwürdig: So gibt ein Multifund 10 Punkte extra, ein Mysteryfund allerdings 15 Punkte – völlig unabhängig davon, ob 08/15-Wegesrandrätselmikro oder ungeleakter D4-Mysterymulti. Zugegeben: Bei Multis wird auch nicht unterschieden zwischen Ichwillauchmalnenmultiauslegen-Kurzmulti und 10-Kilometer-Wanderung über den alten Truppenübungsplatz. Aber schauen wir einmal weiter:

Ein Event, von denen es zu Souvenirzeiten immer besonders viele gibt – zudem fiel der Dönerstag in die heisse Phase – schlägt mit 15 Punkten zu Buche. Letterboxes bringen soviel wie Multis, nämlich 10 Punkte, obwohl sie nur ca. 1% am Gesamtaufkommen aller Caches repräsentieren, egal ob Typ II am Gartenzaun oder Typ III mitten in der Pampa. Earthcaches bringen dann 15 Punkte und damit genausoviel wie ein Event oder ein Mystery :???: Zusätzliche Punkte gibt es für Funde an Caches mit mehr als 10 FPs zusätzliche 15(!) Punkte. So gibt ein handelsüblicher Trail “10 Tradis + Bonus” satte 85 Punkte(55 für die Funde + 15 Mysterybonus + 15 für den FP-überhäuften Bonus), während ein klassischer Multi maximal 30 Punkte erbringt – ein krasses Mißverhältnis, wie man meinen möchte.

Da aber schon Caches des selben Typs schwer miteinander zu vergleichen sind, ist dieses Punkteschema genauso gut oder schlecht wie jedes andere auch: Es bildet die Realität einfach nicht ab, auch wenn ich nicht in Abrede stellen möchte, dass man  sich bei Groundspeak wohl durchaus Gedanken gemacht hat.

Diese Aktion zielt meines Erachtens nur darauf ab, dass die Leute überhaupt Cachen gehen, da muss der Quantität einfach der Vorzug gegenüber der Qualität gegeben werden. Allerdings ist die Messlatte mit 500 Punkten für den Zieleinlauf auch nicht gerade hoch gelegt und kann ohne großen Aufwand – wenn man denn will – übertroffen werden. Zudem können findige Cacher unter bestimmten Bedingungen alle Souvenirs auch ohne großen Aufwand völlig regelkonform an einem Nachmittag erlangen.  Sie fördert nicht das Auslegen neuer, guter Caches, wie auch, und sie animiert auch nicht dazu, aufwendigere Caches anzugehen, weil diese im Verhältnis zu wenig Punkte bringen.

Ich vermute, dass die Aktion als Erfolg verbucht werden wird, immerhin ist die Resonanz gefühlt größer als bei der Mary Hide, Souvernirs  kommen bei vielen Cachern eben immer noch gut an und nach dem Gezeter über die 3000 Virtuals wird es wohl erst einmal keine Virtual Rewards geben ;-)

In diesem Sinne: Bis bald im Wald und happy caching!

 

1 eigentlich heisst es “das” pursuit, “die” klingt aber schicker

Ein Kommentar

  1. Deine Rechnung geht nicht ganz auf. Denn es wird nicht aufsummiert. D.h. man bekommt pro Cache nicht mehr als 15 Punkte.Die Tradireihe von 10caches bringt 50 Punkte (sofern alle unter 10FP haben). Der Mystery Bonus dann nochmal 15 sprich 65 Punkte. Natürlich immer noch nicht fair gegenüber den Multi aber wie sollte es fair sein?
    Das einzige wodurch man die Länge der Strecke berücksichtigen könnte wäre durch die Attribute. Diese werden aber gerne völlig willkürlich gesetzt und mir scheint Reviewer achten nicht darauf. Auch die Schwierigkeiten sind kein Kriterium. Biltema Caches oder bring Tool XY mit werden gerne als T5 oder D5 gekennzeichnet.Events ploppen natürlich wieder aus dem Boden. Nicht etwa wir lernen etwas über Planeten Events sondern das Logbuch liegt eine halbe Stunde aus Events.

    Die ganze Aktion hat kein großes Ziel. Es soll Spaß machen. Solche Punktesammel Aufgaben können das schaffen. Du hast ein Ziel und das versuchst du zu erreichen. Es macht jedenfalls mehr Sinn als das Sovenir an Tag XY für das ich dann das Blue Switch Day Sovenir bekam.

    Es ist auch falsch zu erwarten, dass Groundspeak sagt macht sucht qualitative Caches. Ich bin einem Team begegnet die eine Reihe mit kreativen und interessanten Caches gemacht hat. Sie stiegen aus dem Auto, der eine in die Richtung der andere in die andere. Sie loggten sich beide mit beiden Namen ein und trafen sich wieder am Auto. Beides waren grandiose Caches, die ich um nichts in der Welt verpassen wollen würde. Aber dieses Team scherte sich nicht drum, sie fragten nicht einmal was der andere gemacht hat. Man kann die Leute nicht zwingen Qualität wertzuschätzen.
    Es wäre auch ein Fehler zu Versuchen die Leute zum auslegen von guten Caches zu animieren. Das würde auch nur damit enden, dass Petlinge rumgeschmissen werden.

    Im übrigen wer wirklich das Auslegen von guten Caches fördern will, der sollte gute Logeinträge schreiben.Ich schreibe recht lange und umfassende Logeinträge und gebe mir dabei viel Mühe. Sehr viele Owner schrieben mir zurück wie sehr es sie motiviert. Denn ein Log der nicht nur aus Standardsätzen besteht, ist für die meisten mehr wert als ein Virtual Reward.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

+ 7 = 16