Cacherecycling – neues Spiel in alten Dosen?

Lost Place oder auch Lost Cache?

Wer kennt sie nicht die, Reloaded-Dosen? Ein Cache wurde gemuggelt, vom Owner verkommen  gelassen oder musste aus anderen Gründen archiviert werden. Nun gibt es aber Locations, die Caches magisch anzuziehen scheinen und die dann eine der besagten Reloaded-Dosen verpasst bekommen. Ebenso gibt es Caches, die nach ihrer Archivierung weiterhin physisch vor Ort sind und dann unter einem neuen GC-Code reaktiviert werden, was eine besondere Art der Adoption darstellt. Betrachten wir zunächst die wesentlich häufigeren Reloaded-Caches. Diese werden in der Regel vom Owner des vorherigen Caches gelegt, nachdem der Alte seinen Weg ins Archiv gehen musste. Die Gründe für die Auflage so eines Legacycaches können vielfältig sein, sei es eine besonders zeigenswerte Location, ein gutes vorhandenes Versteck vor Ort, oder… dass da wieder Platz ist ;-)

Der erstgenannte Grund ist ein guter Grund, Geocaching ist hauptsächlich Location, Location, Location. Das Ehrenmal im Wald, die verträume Rosenbrücke, der alte Bunker oder der Findling in der Heide, alles Dinge, die nicht unbedingt im Reiseführer stehen und die sicherlich gerne von Geocachern aufgesucht werden, gerne auch ein zweites Mal. Zwar kann man auch einfach so dorthin, aber wenn ein Cache lockt, gehen die meisten von uns doch lieber dahin :-)

Der Übergang zu Grund Nummer 2 – ein gutes Versteck – sind fließend. Der Eichenrest beim Ehrenmal, die Unterkonstruktion der Brücke oder eine Nische in der Bunkerwand, das alles sind hervorragend geeignete Verstecke, die für geübte Cacher problemlos machbar sind und auch Spass machen, weil sie gut in die Umgebung eingepasst sind. Es muss natürlich nicht immer derselbe Owner aktiv werden, manchmal wir die freie Stelle von einem Cacher wiederverwendet, der diese spezielle Location auch zu schätzen weiss und die Aufgabe, die Location zu zeigen, übernommen hat.

So, jetzt kommt das Aber: Wenn die spezielle Location schon einmal gemuggelt wurde, eben weil unter der Rosenbrücke nicht nur Cacher, sondern auch Kinder herumkraxeln, besteht eine gewisse Gefahr, dass auch der Legacycache über kurz oder lang verschwindet. Hier in der Region gibt es in der Tat eine Brücke, die schon mehrere Caches(von verschiedenen Ownern) gesehen hat, die allesamt der Muggelei anheim gefallen sind, wobei der aktuelle Cache mit einem Jahr schon ziemlich lange durchhält und offenbar ziemlich muggelsicher gelegt wurde. Auch kann es sein, dass Caches in diesem Gebiet einfach nicht mehr ausgelegt werden dürfen, zB. weil ein neues Naturschutzgebiet ernannt wurde oder der Grundstückseigentümer keine Caches mehr duldet. Das solltet Ihr im Hinterkopf halten, wenn Ihr einen Nachfolger auslegt. Übrigens ebenso wenn Ihr ein gänzlich unbedostes Gebiet auf der Karte findet, hier kann es sein, dass dort aus den oben genannten oder anderen Gründen keine Caches mehr gelegt werden können.
Kommen wir zum dritten Grund, der kurz abgehandelt werden kann: Wenn eine freie Stelle auf der Karte der einzige Grund ist, dort einen Cache zu legen, muss dort nicht unbedingt ein Cache hin, An der Telefonzelle, zweiter Versuch ist ebenso wie Dingensdorfer Straße Reloaded oft genug reines Statistikfutter, ein Mikro an einem belanglosen Ort, der einen archivierten Mikro an einem belanglosen Ort ersetzt, +1 sozusagen ;-)Eine etwas andere Art von Nachfolgern stellen reanimierte Caches dar: Dosen, die irgendwann einmal archiviert wurden und immer noch vor Ort befindlich sind, weil der Owner es aus irgendwelchen Gründen nicht geschafft hat, die Dose zu entsorgen oder schlicht und einfach das Prinzip Fire and forget durchgezogen hat, also nach dem Publish jegliches Interesse an dem Cache verloren hat, kurz: keinen Bock hat. In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ist die Dose wirklich hinüber(was bei einer Zwangsarchivierung bei ausbleibender Wartung der Fall ist). Oder der Archivierungsgrund war lediglich ein volles Logbuch, das in niederträchtiger Weise von niemanden ersetzt wurde :x Im ersten Fall sollte man von einer Reaktivierung absehen und – quasi als Bonus – den Geomüll einfach entsorgen, wenn man darüber stolpert, Beschwerden des Ex-Owners sind da nicht zu erwarten :p Im zweiten Fall kann man mit einmal auswischen und einem neuen Logbuch ohne großen Aufwand einen neuen Cache auslegen, der allerdings auch wieder Statistikfutter in Reinkultur ist: Selber Ort, selbe Dose, nicht wirklich spannend… dass der Vorgängercache kein Knaller war, erschließt sich auch aus der Tatsache, dass der Owner sich nicht weiter um das Teil bemüht hat, Verhinderung ist in den seltensten Fällen der Grund, und für gute Caches von Ownern, die wirklich nicht mehr können, findet sich in der Regel auch ein engagierter Cachepate – ein Zeichen dafür, dass die Community durchaus mehr kann, als FTFs zu jagen und sich über alles mögliche zu zanken :-)

In diesem Sinne: Bis bald im Wald und happy hunting :-)

Multicaches im Fokus

Exakt ein Cache in diesem Waldstück - auf dem Weg zur nächsten Stage

Multicaches, liebevoll auch Multis genannt, sind derzeit – wie eigentlich alles außer Tradis und Events – auf dem absteigenden Ast, jedenfalls in Bezug auf Publishzahlen. Multis sind doof scheint der Konsens zu sein. Warum soviel Mühe für einen einzigen Cache machen, wenn ein paar Tradis es auch tun und zudem noch mehr Funde generieren? Die Antwort ist einfach: Multis machen einfach Spass. Gut, wie bei fast allen anderen Cachetypen gibt es auch hier Spreu und Weizen, Licht und Schatten. In diesem Artikel verfolge ich einen gewagten Ansatz: Weiterlesen

…um Orte zu bedosen, die noch nie zuvor ein Mensch bedost hat

Der Frühling naht, bald erwacht die Natur und mit ihr auch bei dem einen oder anderen Owner der Drang, die Cachelandschaft ein wenig zu bereichern :-) Doch oh Schreck, oh Graus, wie sieht die Karte denn bloss aus :shocked: Im Naherholungsgebiet drängen sich die Mikrotradis am Wegesrand, dazwischen ploppen immer wieder vertikale Leitplanken auf, entlang der Wald- und Feldwege schlängeln sich Trails und Hunderunden, das Rudel von Ratehaken rund um Cacherborn muss ja auch irgendwo untergebracht worden sein und dieser Multi dahinten blockiert die Dosenberger Mülldeponie. Und in der Innenstadt muss man es gar nicht erst versuchen :o Weiterlesen

Die Wiederentdeckung des Geocachens

Vor einigen Tagen machte das Gerücht(?) die Runde, dass Groundspeak in Zukunft Powerowner ein wenig ausbremsen möchte. Heute nun legt Groundspeaks Hausblog nach mit dem Artikel Ten tips for a tip-top geocache. Der Beitrag enthält im Grunde genommen nichts neues für den engagierten Owner. Hervorgehoben wird die Beständigkeit als positive Eigenschaft von Caches. Weiterlesen

Die Qualitätsformel

Das Thema „sinkende Cachequalität“ ist in den letzten Wochen um den Aspekt „sinkende Publishzahlen“ ergänzt worden, was wieder zu „Geocaching ist tot“ führte, nicht zuletzt wegen des stetig steigenden Anteils von Sinnlosevents und lieblos hingerotzten Tradis. Aber wie können wir als Geocacher dagegen angehen? Die Lösung ist zunächst einmal naheliegend: Bessere Caches legen ;-) Aber wie definiert man das, was ist ein guter Cache? Weiterlesen

FPs und TBs nachloggen

Vor einiger Zeit mokierte ich mich über die Unsitte, Funde erst per Note zu verkünden und dann später, viel später das echte Fundlog nachzuschieben. Das Problem dabei besteht darin, dass sowohl Watchlist als auch Owner mit absolut nichtssagenden Mails belästigt werden. Zugegeben: Das, was in einer Fundnotification drinsteht, ist auch oft genug nichtssagend ;-) Daneben gibt es aber auch noch weitere Fälle, in denen – oft aus Unkenntnis – vollkommen unnütze Notes durch den Äther gepustet werden und das Logbuch zumüllen. Weiterlesen

Mein FTF! Nein meiner!

Ich bin zwar schon seit einigen Jahren mit diesem komischen Hobby zugange, aber wann genau sich der FTF-Kult entwickelte, vermag ich nicht zu sagen, vielleicht, auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist, stand schon in der einen oder anderen Dartmoor-Letterbox ein FTF, wer weiss das schon? Jedenfalls kommt es immer wieder vor, dass es ein wenig Beef um diesen an sich simplen Sachverhalt geht. Einige Cacher sind der Ansicht, dass der FTF dem zusteht, der sich als erstes ins Logbuch einträgt. Andere meinen, dass der FTF natürlich demjenigen gehört, der nach dem Publish auf geocaching.com den ersten Eintrag macht, dass Muggels gar keinen FTF machen können, eine Vorabveröffentlichung bei opencaching nicht zählt usw. usf. – kurzum: es gibt doch differierende Sichtweisen auf den FTF. Also, was nun? Weiterlesen

As time goes bye – wann ein Cache archiviert werden sollte

Ob Geocaches für immer, also auf eine lange Lebensdauer, oder auf ein paar Monate oder Jahre ausgelegt werden sollten, darüber gehen die Meinungen auseinander. Eines aber haben sie alle gemeinsam: Irgendwann kommen sie ins Archiv. Ob nun zwangsweise durch einen Reviewereingriff oder durch den Owner, wobei der Reviewereingriff gefühlt(!) häufiger vorkommt. Auf diesen möchte ich aber nicht eingehen, denn Archivierung ist Sache des Owners, in den seltesten Fällen ist der (Ex-)Owner wirklich außerstande, selbst den Button zu betätigen. Wann also sollte der Button gedrückt werden? Dieser Artikel soll ein paar Denkanstöße geben und hat wie immer keinesfalls Gesetzes- oder gar Guidelinerang. Weiterlesen

Mysteries mit GSAK aufspüren

„Aufspüren“ ist vielleicht das falsche Wort, denn die in diesem Artikel beschriebene Methode führt nicht zu Zielkoordinaten, denn dafür gibt es andere Methoden: Cacherkollegen fragen, Mitlaufen, Koordinaten anders schnorren oder gar selber lösen :eek: Erwartet keine Wunder, Augen aufhalten, Geduld und ein wenig Glück gehören schon dazu. Also, was wird benötigt:

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Welcome Markdown

Nun also ist es so weit. Wie im letzten Beitrag schon angekündigt, hat Groundspeak das Format der Logs geändert, die knallbunten Farbenräusche gehören endgültig der Vergangenheit an und eine neue Sachlichkeit hält Einzug. Wie äußern sich diese Änderungen?
Zunächst einmal gibt es jetzt endlich einen neuen Logeditor, der die Formatierung vereinfacht: Weiterlesen