Nachgelegt: Die Cacherkurve

Nachdem mein letzter Artikel dankenswerterweise von der Cachefrequenz aufgegriffen wurde(Jungs, macht doch einfach eine Sammelrechnung auf ;-) ), wurde dort die Frage nach dem Verlauf der Fundrate gestellt. In der Tat war meine Betrachtung vielleicht ein wenig unvollständig, da die Cacheintensität ja durchaus Schwankungen unterworfen ist. So legt ja kaum jemand gleich am ersten Tag mit einem Powertrail los, auch gibt es andere Dinge, die einen mal vom Cachen abhalten können. Bei mir persönlich war die hächste Fundrate in meinem vierten Geojahr und seitdem geht sie aus unterschiedliche Gründen bergab, viele davon dürften universal sein: Zunächst einmal probiert man dieses Geokäschen ja erst einmal aus, ob das Spass macht. Wenn man dann erst einmal  angefixt ist, geht es los, ein Schwung von neuen Erfahrungen bricht über den Neucacher herein: Neue Ecken der Homezone, der erste Petling, die erste Trickdose, der erste Mystery usw. usf. und schwupps hat man die ersten hundert Funde zusammen. Dann geht es immer so weiter, immer mehr Funde, die ECGA wird erstellt und erweitert und irgendwann geht es dann nicht mehr immer weiter nach oben, sondern die Cacheintensität(bezogen auf die Fundzahlen) lässt nach, was viele Gründe haben kann:

  • Homezone leer
  • keine Lust mehr, hinter jedem Publish herzuhecheln
  • lieber einen schönen Multi als 10 Tradis angehen. Und wenn kein Multi da ist, lässt man’s halt bleiben
  • andere Dinge sind zeitweise oder dauerhaft wichtiger als die Dosensuche(wohl der Hauptgrund)

Nun also die Frage: Bin ich Mainstream oder nicht? Im Raum stand die Zahl 4, wie sieht es nun mit den anderen Kolleginnen und Kollegen
der dosensuchenden Zunft aus?

Methodik

Dieses Mal nahm ich mir jeweils einen Cache von zwei handelsüblichen Powertrails (Süd-SH-Trail 90 und 001 B-W-T ) vor, entnahm dort ca. 120 Logs und nahm mir die zugehörigen Profile vor, so dass sowohl der Norden als auch der Süden der Georepublik gleichmäßig vorhanden sind. Warum Powertrails? Weil Powertrails massentauglich sind und hier die meisten Funde aufschlagen.Die Schnittmenge mit der Cachergemeinschaft ist einfach am größten, was sich leicht an den Fundzahlen im Vergleich mit Multis, Klettercaches oder Wandercaches ablesen lässt. Jaaaa, liebe Experten, jetzt sind die Powertrailverweigerer (die gefühlt 0%  Anteil an der Cachergemeinschaft darstellen) komplett aus der Statistik herausgefallen, ich weiss ;-)
Aus diesen extrahierte ich analog zur letzten Statistik – soweit möglich – die Übersichten über die Fundraten und liess das Statistiktool vom letzten Durchlauf seine Arbeit verrichten. Dieses Mal wurde der komplette aktive Zeitraum betrachtet, mit Hauptaugenmerk auf die Entwicklung der Fundrate im Verlauf der Jahre. Wieder wurden die Werte normalisiert, um große Unterschiede herauszurechnen.

Ergebnis

Grafisch aufbereitet sieht es so aus: die X-Achse zeigt die Jahre an, die der Durchschnittscacher mit dem Hobby verbracht hat,
die Y-Achse die normalisierten Durchschnittswerte für jedes Jahr.

Genauer, also mit Nachkommastellen berechnet, ergibt sich:

Maximum erreicht nach 3.8 Jahren
Aktive Jahre 6.8

Deutung

Mit meinen vier Jahren liege ich also genau im Trend, einerseits ein Hinweis darauf, dass ich in dieser Übersicht nichts alles falsch gemacht habe, andererseits schwimme ich durchaus mit dem Strom, den Eindruck hatte ich bis jetzt nicht. ;-)

In diesem Sinne:
Bis bald im Wald und happy hunting

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2 Responses to Nachgelegt: Die Cacherkurve

  1. Pingback: CF089 - Insekten in der Cacherkurve - CacHeFreQueNz

  2. palk says:

    aloha.

    ich muss auch hier meine kritik an deiner datengrundlage genauso wie bei dem vorgängerartikel äussern. auch wenn du jetzt keine HQ caches als basis nimmst, sondern irgendwelche aus powertrails, dann ist das doch nur eine andere form von „spezialcaches“, die ganz bewusst von cachern angegangen wird, die geplant vorgehen und ein „cacheziel“ haben, nämlich ihre statistik wachsen zu sehen. und ich bezweifle stark, dass diese cacher „normalcacher“ sind, an denen man eine tendenz ablesen kann, so wie du es mit dem artikel und deiner berechnung bezweckst. ohne das jetzt beweisen zu können oder zu wollen stelle ich einfach die these in den raum, das diese „zielcacher“ (viele punkte, homezone freikriegen…) im schnitt nach 4 jahren an einem punkt angekommen sind, wo ihre ziele erreicht sind oder nicht mehr ohne grossen aufwand möglich (distanz zu suchbaren caches zu gross, homezone leer…) und damit ein ganz natürlicher rückgang der fundrate erfolgt. nicht weil sie nicht mehr wollen, sondern weil sie einfach nicht mehr können.

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