Log folgt!

Cacher mit einer umfangreicheren Watchlist und Owner kennen das Phänomen: Es ist Wochenende, das Wetter ist cachefreundlich und abends kommen dann die Logs in der üblichen Mischung: Kurzlogs, ausführliche Logs, CP-Logs und vermehrt immer öfter „Log folgt!“, und zwar per Note. Was hat es damit auf sich?

Einige Cacher nutzen diese Note angeblich, um die Reihenfolge ihrer Funde festzuhalten, denn es ist ja klar, dass man sich nicht erinnern kann, in welcher Reihenfolge man die beiden Caches an diesem Tag gefunden hat, um dann in Ruhe die echten Logs zu verfassen :tongue: Interessanterweise loggen die wirklichen Vielfinder lieber CP, und zwar am Abend. Geht es den „Log folgt“-Loggern denn wirklich um die Reihenfolge? Oder eher darum, sekundengenau zu dokumentieren, an der Dose gewesen zu sein, ganz egal ob nun Erst-, Zweit- oder Einhundertsiebenundzwanzigstfinder, um dann abends, wiederum in Ruhe zu loggen :ähm: Wobei die Verteilung der Treppchenplätze mit einigem guten Willen noch als sinnvoll durchgehen kann, auch wenn die ersten Finder es  durchaus ohne „Log folgt“ hinbekommen, die Rangfolge zu klären.

Wie dem auch sei, das wirklich interessante ist, was bei den Beobachtern(inkl. Owner) ankommt: Schrott, der irgendwann nach Stunden, Tagen oder Wochen mal in ein echtes Fundlog umgewandelt wird, und hier liegt dann das wahre Problem: Diejenigen, die wirklich ein Interesse an den Vorgängen rund um den Cache haben, werden vor den Kopf gestoßen. Einige Sucher nutzen die editierten Logs, um Kritik zu üben, denn über die Watchlist könnte das ja jemand mitbekommen 8-O Andere nutzen die scheinbar unsichtbaren Logs dafür, „heimlich“ das Funddatum zu verschieben oder einfach, weil sie nicht wollen, dass jemand ihre Logs liest – warum auch immer… Zum Beispiel um auf Probleme am Cache hinzuweisen, was ja bekanntermaßen verpönt ist und in der Regel Blutrache des Owners zur Folge hat :roll: Nur: wie soll der Owner aus „Log folgt“ schließen, dass etwas nicht stimmt? Aber vermutlich gehört ständiges Überprüfen der Logs auch zu den Pflichten  des Owners :roll:

Der Sinn und Zweck von Logs ist es, den Owner und die Watcher  am Erlebten teilhaben zu lassen und eben nicht, alle, die es interessiert, darüber zu informieren, dass irgendwann mal ein richtiges Log folgt, das dann wiederum auch trivial-nichtssagend ausfallen kann, womit die ganze Aktion dann endgültig lächerlich wird :-o

Wie sieht es bei Euch aus, egal, loggen und loggen lassen, nervig?

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17 Responses to Log folgt!

  1. Horstrüdiger says:

    Ich logge am Abend in aller Ruhe, wobei ich die genaue Reihenfolge der besuchten Caches in der Regel bestens nachvollziehen kann. Alles andere wie „Log folgt“ ist affig!

  2. derGunnar says:

    Ich logge einfach offline mit meinem guten alten Garmin und schreibe die Logs dann zu Hause.

  3. Shark Attack says:

    Wer mit log folgt loggt, hat einfach keine Ahnung welche Möglichkeiten die GC Plattform bietet und bräuchte dringenden Schulungsbedarf.
    Ich unterstelle den Leuten nicht einmal böse Absicht, aber man hat diese Vorgehensweise schon mal irgendwo gesehen, also macht man es auch… Und schon machen es alle (Unwissenden)
    Wie hier schon geschrieben wurde, hat für die Doku der Reihenfolge das Groundspeak team die fieldnote erfunden. Für schnell TB Ablagen gibt es notes. Bleiben noch die Ftf Jäger, die gern ganz vorn im listing stehen wollen bzw. den Nachfindern signalisieren möchten, dass es kein Gold mehr zu holen gibt. Das wäre mMn die einzige vertretbare Ausnahme.

  4. Nico79 says:

    „Log folgt“ finde ich einfach nur super dumm.

    Ich regel das einfach über Fieldnotes, die ich dann Zuhause in Logs umwandle. Das klappt 1a und ist eine super praktische Sache.

  5. Oliver says:

    Das einzige, was ich von vor Ort logge, ist wenn ich einen TB oder eine Coin abgelegt habe. Und zwar per Note.
    Alles andere dann in Ruhe von zu Hause aus. Wozu hat man denn sonst seine geocachevisit.txt auf dem Garmin?
    Ach – stimmt… Auf dem Smartphone gibt es sowas ja scheinbar nicht ;-)

  6. Mystphi says:

    Ich sehe es als Cacheowner ähnlich wie Marschkompasszahl. Allerdings lese ich die Logs zu meinen Caches nach wie vor gerne und alle. Da sind solche Einheitslogs mit ellenlanger Beschreibung einer größeren Tour, bei denen man am Ende feststellt, dass sie zum Cache selber nichts enthalten, das nervigste, was man so reinbekommt. Da finde ich einen nichtssagenden Kurzlog doch erträglicher (Nicht jeder ist ein begnadeter Schreiber). Die „Ausführlicher Log folgt!“ Logs bewahre ich so ca. zwei Wochen auf. Wenn dann nichts weiter passiert ist, kommen die in den Orkus. Wenn solche Logs als Note reinkommen, dann lösche ich die sofort, weil ich davon ausgehe, dass dann ein neuer (Found)Log geschrieben wird. Mit dieser Verfahrensweise kann ich eigentlich recht gut leben, auch wenn ich die nachträglichen Logs wegen der Mehrarbeit nicht so toll finde. Der Prozentsatz dieser Logs bleibt aber im Vergleich zu den „richtigen“ Logs nach meiner Erfahrung im erträglichen Bereich.

    Viele Grüße
    Gerald

  7. Andrea says:

    Ich logge immer dann vor Ort eine Note mit den Worten „ausführlicher Log folgt!“, wenn ich eine Coin oder einen TB in einen Cache reingelegt habe. Zu Hause lösche ich dann die Note wieder und schreibe meinen Log. Eine bessere Möglichkeit, zu verhindern, dass TB’s innerhalb von wenigen Minuten gegrabbt werden, ist mir noch nicht begegnet. Wenn jemand eine Idee hat, her damit! Früher, als es mal die ungeschriebene Regel gab, mit dem Grabben 1-2 Wochen zu warten, wäre ich nie auf die Idee gekommen, zusätzliche Kurznotes zu schreiben…

    • st3phan says:

      Eine Note mit TB drop funktioniert auch … Könntest zumindest ein „pling“ oder etwas von tb schreiben. Da hätte wohl jeder sofort Verständnis.,denn ansonsten ist dein Argument durchaus nachvollziehbar. Gruß

    • Mystphi says:

      Mach ich genauso! Allerdings schreibe ich als Text nur „TB dropp“ rein und lösche die Note gleich wieder.

      Gruß
      Gerald

  8. vipwarrior says:

    Man hat auch nicht immer und bei jedem Leitplanken Cache etwas „erwähnenswertes“ erlebt. Dann muss ein Einheitslog, dass vermutlich meist nur den Grund hat die eigene „Loglängenstatistik“ zu pimpen auch nicht sein.

    Über project-gc hat man, zumindest bei eigenen Caches, und einem Premium Account auf der Seite die möglichkeit editierte Logs erkennen zu lassen und sich zusenden zu lassen.

    Dennoch nervt mich ein „log später“ doch eher. Gerade wenn solche Logs monate alt sind. Wer keinen Bock auf ein Log hat soll sich auf ein TFTC konzentrieren, aber sich nicht besser darstellen zu wollen.

    Oder es braucht doch mal eine genaue Anleitung von Field Notes für Newbies.

    Aber wie heißt es immer: „Jeder spielt das Spiel auf seine weise“… Aber bitte nervt mich nicht!

  9. Mark says:

    https://www.schraegstrichpunkt.de/kurzlog-spaeter-mehr/ Damit war für mich dann das Meiste gesagt. Ich kenne genau einen Cacher, bei dem ich sicher bin, daß er diese Kurzlogs vom Handy später noch editiert und erweitert. Dabei gehts doch so einfach: Ich logge Field Notes und dann daheim in aller Ruhe.

    • Mystphi says:

      Die Fieldnotes haben sogar den Vorteil, dass man hinterher auch auf der GC-Seite Datum UND Uhrzeit nachverfolgen kann. Bei normalen Logs geht das auf der GC-Seite nicht mehr.

      Gruß
      Gerald

  10. Capsai says:

    Bei „Log folgt“ Logs frage ich mich immer: Wozu gibt es eigentlich die Field Notes? Damit komme ich wunderbar klar und die Fundreihenfolge bleibt bestehen und ich muss niemanden mit „Log folgt“ belästigen.
    Und für editierte Logs gibt es bei PGC ja auch eine Benachrichtigungsmöglichkeit.

  11. hmpfgnrrr says:

    Da spricht mir jemand aus der Seele!

    Nicht zu vergessen der Zwang, beim FTF den „später mehr“-Fund-Log abschicken zu *müssen*, während man die Dose noch in der Hand hat, weil sonst die Zweitplatzierten pampig werden („da hätte ich mich doch nicht so beeilen müssen“)…

  12. Starglider says:

    Wie Marschkompasszahl schon schrieb:

    „Besonders albern dann “Sorry für den Einheitslog – aufgrund der Fülle an Funden können wir uns nicht mehr an jede Dose erinnern”.
    Ja, dann lasst es doch!“

    Genau das denke ich auch immer wenn ich sowas lese.

  13. Ach je! Ich muss gestehen, dass ich mittlerweile kaum noch Luste habe IRGENDEINEN Log zu lesen. Denn ob Pissecken-Dose oder mundgeklöppelte Elfenbeintruhe an Traumaussicht – die Logs sind meist so trivial und nichtssagend – da kommt es um ein in Aussicht gestelltes Fund-Log auch nicht mehr an.
    Da es offenbar auch Challenges und Wettkämpfe um die längsten Logeinträge gibt, sind genau diese der reinste Kropf!
    Nein, ich will nicht wissen, wieivele Kilometer ihr zurückgelegt habt, wie die anderen Team-Mitglieder mit Nick- und Mädchennamen heißen, wieviele Dosen und Icons ihr an diesem Tag geschafft habt und all den anderen Sermon!
    Besonders albern dann „Sorry für den Einheitslog – aufgrund der Fülle an Funden können wir uns nicht mehr an jede Dose erinnern“.
    Ja, dann lasst es doch!
    Ganz ehrlich: da ist mir ein schnödes TFTC! lieber, anstatt minutenlang Nichts-Aussagen wegzuscrollen