Geo-E-Mail-Marketing und noch eine Qualitätsformel

Zuerst sollte dieser Beitrag Wochennotizen KW 15 heissen, aber zum Einen würde ich damit beim OSM-Blog wildern und zum Anderen würde ich damit einen gewissen Druck aufzubauen, dieses Manöver Woche für Woche wiederholen zu müssen, und da wir ja Blogger und keine Journalisten sind, müssen wir ja nicht permanent abliefern ;-) Trotzdem kommt man als Blogger durchaus hin und wieder mit der bunten Welt des Journalismus in Berührung: Am Mittwoch wurde eine Reihe von Geobloggern, darunter auch meine Wenigkeit, mit einer Vorankündigung in Zusammenhang mit einem Mega-Event bedacht, die Vorankündigung kam mit einer Art Sperrvermerk und der Bitte um Berichterstattung. Nun, es ist Teil der täglichen Arbeit von Journalisten und Redaktionen, solche Anfragen zu bearbeiten. Und natürlich von PR-Schaffenden, solche Mails zu versenden. Auch in der Blogosphäre legt man Wert auf ein gutes Verhältnis zu den dort angesiedelten Multiplikatoren.

Jetzt stellt sich allerdings dann doch die Frage, warum bei einem Mega-Event mittlerweile Methoden des Influencer-Marketings  als notwendig erachtet werden?  Auch bei einem anderen Mega-Event war man auf Seiten der Orga der Ansicht, mit etwas Besonderem aufwarten zu müssen, um – ja um was zu erreichen? Es scheint mittlerweile so zu sein, dass bei der Vielzahl von Mega-Events und der gleichzeitig nachlassenden Begeisterung fürs Geocachen die einzelnen Events in Konkurrenz treten müssen, um genügend Besucher anzuziehen, denn immerhin sind diese Veranstaltungen für die Orga mit sehr viel Arbeit und einem gewissen finanziellen Risiko verbunden. Gut, niemand ist gezwungen, ein Mega-Event zu veranstalten bzw. auf den Mega-Status hinzuarbeiten, aber er ist bestimmt eine sehr reizvolle Aufgabe. Den Veranstaltern gehört mein Respekt für das Schultern dieser Mega-Aufgabe und ich wünsche ihnen viel Erfolg :-)

Das Orga-Team von Maije im Saarland

Und da ich einen Weltrekordversuch, genauer: den Versuch, einen Guiness World Record zu schaffen,  sehr spannend und in dieser Ausprägung fürs Geocaching thematisch passend  finde und zudem die Vorabinformation der Kommunikatoren eine gute Idee ist, die ich respektiere(1), ist hier nun leicht verspätet die Ankündigung: Der Versuch wird im Rahmen des Mega-Events Maije im Saarland staffinden, ich drücke die Daumen, dass es klappt, es geht darum, das größte Gästebuch der Welt zu erstellen – und so etwas finde ich dann doch interessanter als eine verrostete Blechdose zu bewundern 8-) Auf jeden Fall wir Maije kein Problem mit zu wenig Besuchern haben.

Zu wenige Besucher, das ist ein Phänomen, das vor allem (aber nicht nur) Multiowner kennen, irgendwann wird es – von wenigen Ausnahmen abgsehen – ruhig um jeden Cache, das ist zunächst einmal der natürliche Verlauf der Besucherzahlen, irgendwann kommen die Logs nur noch im Monatstakt oder seltener und gerade dann ist es für Owner wichtig, Präsenz zu zeigen und regelmäßige Wartungen durchzuführen. Es gibt ja leider genug Dosen da draußen, die wartungsbedürftig sind und von ihren Ownern ignoriert werden, wo nur noch DNFs aufschlagen und irgendwann gar keiner mehr hingeht. Oder der Cache ist dem Multifluch anheim gefallen und möglicherweise interessierte Besucher werden durch die lange Nichtfundzeit abgeschreckt, so nach dem Motto Na wenn der mal noch da ist… .

Interessanterweise hat Groundspeak diesem Phänomen Rechnung getragen, was JR849 herausgefunden hat: Seit einiger Zeit gibt es den Geocache Health Score, der das Datum des letzten Fundes, DNFs, D-T-Wertung und einige andere Faktoren zur Errechnung eines Prüftwertes heranzieht. Bei Unterschreitung dieses Wertes wird laut Groundspeak eine Mail an den Cacheowner generiert. Gut, ein Owner, dem die Unauffindbarkeit oder der allgemeine Zustand seiner Caches egal ist, wird sich von so einer E-Mail nicht stören lassen, aber scheinbar werden die lokalen Reviewer auch informiert und schreiten, wie bei JR849 geschildert auch schon bei einer DNF-Serie ein. Möglicherweise war es im geschilderten Beispiel auch Zufall oder eine inoffizielle Anfrage beim Reviewer, aber interessant finde ich diesen Ansatz schon: Dass wartungsfaulen Ownern jetzt ein wenig auf die Finger geklopft wird und dass auch eine gewisse Zeitdauer ohne irgendwelche Logs mit hereinspielen.

Mir als Owner einiger selten aufgesuchter Caches wurde noch keine Erinnerungsmail geschickt und ich leite draus ab,  dass eine Wartung sechs Monate nach dem letzten Fundlog durchaus ausreichend ist, ein Blick auf die Watchlist deutet sogar auf einen noch längeren Zeitraum hin. Möglicherweise hängt es auch vom Cachetyp und der Loghistorie ab. Wer sich regelmäßig um seine Caches kümmert und die Wartungen auch loggt, ist auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Thumbs up, wenn Groundspeak dieses Verfahren jetzt vermehrt anwenden sollte, es trägt auf jeden Fall zur Hebung der Cachequalität bei, wenn die Siff- und Zombiedosen jetzt zumindestest aus dem Suchindex verschwinden.

In diesem Sinne: Frohe Ostern, happy Egghunting und bis bald im Wald!

 

 

1 Solange es nicht überhandnimmt ;-)

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One Response to Geo-E-Mail-Marketing und noch eine Qualitätsformel

  1. JR849 says:

    Beim Nickname einmal +8 bitte ;-))

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