Der Sinn des T5-Cachens

Was stört’s den Baum, wer den Cache loggt?

Vor ein paar Tagen machte eine Reihe von Notes und dazu gehörenden Listinganpassungen die Runde: Ein T5-Owner hatte endgültig die Faxen dicke von seiner Meinung nach ungerechtfertigten Logs des Bodenpersonals und machte seinem Unmut in besagten Listings und Logeinträgen Luft. Die zugehörige Diskussion bei Facebook, bei der die Fetzen wie in den besten Zeiten des Geoclubs flogen, schwappte dann auch irgendwann ins Listing über. Trotz des durchaus hohen Unterhaltungswertes einiger Notes habe ich diese aber nicht verlinkt, das haben andere Blogger schon übernommen ;-)Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass es dem Owner nicht zusteht, mißliebige Fundlogs zu löschen, wer im Logbuch steht, darf auch loggen, auch wenn gerade einige T5-Cacher das ganz anders sehen. Ich als Owner von einigen geleakten Mysteries habe auch zu Hochzeiten von GCLeaks nicht ein einziges Fundlog gelöscht. Zugegeben: Es kamen kaum welche, Finalkoordinaten zu haben ist eine Sache, dann auch noch zu Fuß zum Cache zu kommen, eine andere :-d Zugegeben(2): Wer im Logbuch steht darf auch loggen gilt strenggenommen natürlich nur für selbst eintragende Cacher, aber es gibt durchaus einen Übergangsbereich, zB wenn der Cache in einer Felsspalte, unter einer Brücke oder sonstwo liegt, wo nur eine Person herankommt, aber mehrere Personen vor Ort sind. Bei T5-Caches hingegen zählt meiner Meinung nach dieses Miteintragen nicht, Ausnahme: Der Kletterer lässt dem Bodenpersonal das Logbuch zukommen, was natürlich den Aufwand der ganzen Aktion erhöht, aber eine saubere Lösung darstellt, da kann der Owner maulen und das nicht mögen, aber er hat es zu respektieren.

Jetzt kommen wir zur Gretchenfrage: Was ist der Sinn des T5-Cachens? EigentlichTM ist es wie mit allen Caches oder so wie es mit allen Caches sein sollte: Rausgehen, Locations aufsuchen, was erleben, Dosen suchen, dem Hobby frönen. Nur gibt es innerhalb der T5-Cacherschaft  offenbar eine Fraktion, die sich in der Tat als exklusiver Kreis von, nunja, T5-Cachern, zu sehen seint: Nur wer klettert, hat das Anrecht zu loggen!!Eins! Logbuch runterreichen, Bodenmannschaft mit eintragen – alles :mad: Da fragt man sich doch unwillkürlich, was mit einem Klettercacher geschieht, der so schändlichen Verrat am Orden der heiligen Bandschlinge begeht und den Anderen das Loggen ermöglicht.  8O Vermutlich nichts, weil es ihm egal ist und er eine etwas andere Sichtweise auf das Problem hat :-P

Der wahre Sinn des T5-Cachens, jedenfalls für besagten inneren T5-Elite-Kreis, besteht darin, alle anderen Cacher von diesen tollen Caches fernzuhalten, die auch im äußeren T5-Kreis als vertikale Leitplanken bezeichnet werden, weil nicht der Weg und nicht die Dose und schon gar nicht die Location das Ziel sind, sondern einzig und allein das Schaffen exklusiver Caches. So richtig interessant wird es natürlich bei einem anspruchsvollen T5er mit Teamwork, bei dem nur ein einziger Cacher an die Dose kommen kann, ob da vorher Streichhölzchen gezogen werden, wer ran darf? Oder wird da die heilige Logregel mal etwas großzügiger ausgelegt :gruebel:

Wie dem auch sei: Wenn Du als Owner nicht damit klarkommst, dass hin und wieder Cacher eine Abkürzung zum Log nehmen, also anders als von Dir gedacht, lass‘ die Ownerschaft sein, gilt übrigens unabhängig davon, wo  in der Matrix Dein Cache steht   Und: Die (Geo-)Welt ist nicht so wie sie ist, sie ist so, wie wir sie sehen, denkt mal drüber nach :-)

In diesem Sinne: Bis bald im Wald und happy hunting

Disclaimer und ggf. Steilvorlage: Der Autor klettert selbst nicht und ist auch nicht Teil eines Teams, das Kletterer beinhaltet ;-)

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8 Responses to Der Sinn des T5-Cachens

  1. Pingback: CF067 - BodenPersonal - CacHeFreQueNz

  2. Frank says:

    Es geht hier doch gar nicht darum, dass man „hin und wieder ne Abkürzung“ nimmt – es geht einfach darum, dass mal jemand laut ausspricht, dass diverse Cacher im großen Rahmen BESCHEISSEN! Es geht darum, dass jemandem nicht gefällt, dass ein offensichtlicher „Nichtsportler“ mehr T5er loggt, als gestandene Kletterer!
    Und jetzt wird das verurteilt, das mal jemand seine Meinung sagt und nicht mit der allgemeinen Masse mitschwimmt?
    DAS ist genau so albern, wie ein Artikel über T5er eines Nichtkletterers!

    • Micha says:

      Das hiesse ja, daß es einen Pool von nestbeschmutzenden Klettercachern geben muss, der von den Massenbetrügern gebucht werden kann😨
      Hast Du denn Beweise dafür?
      Und wem genau schadet das, ausser dem Ego gewisser Eliten? Jeder betrügt sich selbst so gut er kann.

      • Frank says:

        Beweise?
        Die schreiben die Bescheiser doch selber mit rein:
        – NIEMAND kann 500 Caches an einem Tag machen!
        – Cacher XXX(Edit: Namen ausgext) war noch auf keinem Baum, siehst du ihn, erkennst du was ich meine und das meine ich nicht böse(!)

        … das mit den „Eliten“ ist Quatsch! …aber hängst du ne Dose in einen Baum, gehst du klar ein (kalkulierbares) Risiko ein, loggt den einer ohne je oben gewesen zu sein, tja wie nennen wir es – ach, kennt euch was aus….
        aber diese Bescheisser werden nie erleben, wie geil das ist, oben zu sein und SELBER hochgekommen zu sein ;-)

        und wenn dann der „Nichtsportler“ mehr T5er hat, als Leute, die jeder Wochenende losziehen – deutlicher kann man wohl gar nicht schreien „ich bescheisse, nach mir die Flut…“

        • Autor says:

          Moin, bitte keine Cacher namentlich, auch nicht andeutungsweise angehen(selbst ich weiss nämlich, wer gemeint war)

        • Micha says:

          Dann betrügt er halt. Und wenn jeder weiß daß er betrügt und sich selbst um den Kletterspaß bringt, gibt es auch kein Problem. Weil auch jeder weiß, daß die T5-Fundzahl nicht mit rechten Dingen erlangt wurde, zählt sie auch nicht.

  3. Da bin ich mit meiner Meinung sehr nah an der von „das Leff“.
    Ich bin begeisterter Kletterer und mache T5er aus Sicherheitsgründen i.d.R. nicht allein. Auch bei uns gibt es Kletterer und „Bodenpersonal“. Neben dem Klettern muss eingeschossen, eingebaut, Material bereitgestellt und installiert sowie hinterher alles wieder aufgeräumt werden. Bei all diesen Tätigkeiten sind ALLE Teammitglieder gefragt, egal ob sie klettern oder nicht. Alle gehen raus, alle erleben etwas, alle helfen mit und folglich dürfen natürlich auch alle das Logbuch unterzeichnen!
    Was ich jedoch – genau wie das Leff – nicht in Ordnung finde, ist „Rudel-Klettern“. Was ich damit meine ist, dass einige Wenige klettern bzw. helfen, das Groß der Menge aber nur rumsteht, den Aktiven zuschaut und evtl. auch noch mit schlauen Sprüchen „glänzt“.
    Darüber habe ich auch in diesem Artikel schonmal meine Meinung kund getan.
    Ich kann mir schon vorstellen, dass es kletternde Cacher gibt, die sich für eine Art Elite halten.
    Ich persönlich bin allerdings weit davon entfernt mit meinen eigenen T5ern Nichtkletterer fernzuhalten. In diesem Listing rufen wir beispielsweise sogar explizit zur Teambildung auf. Ich schreibe gerne Logs und ich lese gerne Logs. Warum sollte ich dann Cacher fernhalten?
    Beste Grüße in den Norden :-)
    Röbü

  4. das Leff says:

    Meine Meinung: Wenn das „Bodenpersonal“ – (ansich schon ein Unwort beim Cachen) – Sicherungsaufagben erledigt (Dreifachsicherung ist bei mir Pflicht), beim Installieren dabei ist und Fachkundig, darf diese Crew selbstverständlich mitloggen. Dazu lasse ich das Logbuch mit Schnur herrunter oder trage diese Leute selber ein. Anders sieht es in meinen Augen beim Rudelcachen aus. Bei oder nach Events z.B., wenn sich da eine zig-mannstarke Truppe zum T5-Treff veranredet hat. Aber wer solch einen Gummipunkt nötig hat, von mir aus… Letztendlich ist es doch sowas von egal…

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